New York sperrt MSG ab: Knicks-Fans dürfen nicht mehr draußen feiern
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New York sperrt MSG ab: Knicks-Fans dürfen nicht mehr draußen feiern

NEW YORK. Die Knicks spielen erstmals seit 27 Jahren wieder in den NBA Finals. Draußen vor der Madison Square Garden hätten ihre Fans das normalerweise mit Zehntausenden gefeiert, wie sie es die ganze Playoffs über getan haben. Doch New York macht jetzt dicht. Das NYPD und Bürgermeister Zohran Mamdani haben spontane Versammlungen rund um die Arena verboten. Offiziell darf sich dort nur aufhalten, wer tatsächlich ins Spiel geht oder geschäftliche Gründe hat. Selbst Bars und Restaurants in der Gegend bekommen strenge Kapazitätsbegrenzungen auferlegt.

Die Stadt hat zwar eine Genehmigung für eine kleine Watch Party mit 1.000 Fans ausgegeben, doch Madison-Square-Garden-Besitzer James Dolan hat diesen Event kurz vor Game 4 am Mittwoch gecancelt. Er warf der Stadt vor, die Straßen in einen "Polizeistaat" verwandelt zu haben, um Fans vom Feiern abzuhalten. Im Interview beim New Yorker Radiosender WFAN kritisierte Dolan die Stadtverwaltung scharf. Die Sicherheitsmaßnahmen seien völlig überreagiert und zeigten mangelndes Vertrauen in die eigene Polizei, sagte er. Das Verhältnis zwischen Bürgermeister Mamdani und Polizeichefin Jessica Tisch gilt ohnehin als angespannt. Die Begründung für die drastischen Maßnahmen: Bei einigen früheren Fan-Versammlungen ist es zu Gewalt und Verhaftungen gekommen. Nach der Niederlage der Knicks am Montag wurden mindestens 21 Personen verhaftet. Das NYPD fahndet auch nach einer Gruppe, die einen Fan angegriffen hat und ihm sein San-Antonio-Spurs-Trikot vom Leib riss.

Jeffrey Fagan, Jura-Professor an der Columbia University mit Schwerpunkt Polizeistudien, sieht hier einen klassischen Konflikt: Das NYPD sei historisch extrem vorsichtig bei Menschenmassen, egal ob feiernde oder protestierende. Der Bürgermeister sitze zwischen den starken Emotionen der Knicks-Fans und dem politischen Risiko, falls die Kontrolle nicht perfekt läuft. Aus Mamdanis Administration sollen inzwischen Druck auf Tisch ausgeübt werden, irgendeine Form der Watch Partys zuzulassen. Im Gegenzug pocht Tisch auf die Sicherheitszone, um Ausschreitungen wie in den vergangenen Wochen zu verhindern.

Shaun Geddes, ein Knicks-Fan, der einen beliebten Podcast über das Team betreibt, berichtet aus eigener Erfahrung: Er habe mehrmals Playoff-Siege draußen vor der Arena gefeiert und die meisten Fans seien respektvoll gewesen. Nur eine kleine Minderheit sorge für Ärger.

Das Dilemma zeigt ein grundsätzliches Problem amerikanischer Großstädte: Wie balanciert man zwischen dem Recht der Fans zu feiern und echten Sicherheitsbedenken? In New York wird diese Debatte unter extremer Aufmerksamkeit ausgefochten, weil die Finals selbst eine politische Bühne sind, Präsident Donald Trump war schon bei Game 3 anwesend. Für deutsche Fans ist das ein fernliegendes Problem, aber ein interessanter Einblick in die Spannungen zwischen Stadtpolitik und Fankultur, die auch in Europa zunehmen. Die Knicks-Fans müssen ihre Freude diesmal wohl zu Hause im Fernsehen ausleben.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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