San Antonio hat sich zurück auf die größte Bühne der Liga gekämpft. Die Spurs besiegten die Oklahoma City Thunder 111-103 in Spiel 7 der Western Conference Finals und stehen damit erstmals seit 2014 wieder in den NBA Finals. Damals gewannen sie ihren letzten Titel. Es ist ein bemerkenswerter Erfolg für ein Team, das sich gerade neu aufbaut und zeigt, dass die Spurs-Tradition auch in dieser Phase nicht erloschen ist.
Der Schlüssel zu diesem Sieg trägt einen Namen: Victor Wembanyama. Der französische Rookie dominierte die Serie gegen Oklahoma City mit im Schnitt 27,3 Punkten, 10,9 Rebounds und 2,7 Blocks pro Spiel. Damit wurde er nur der zweite Spieler in der NBA-Geschichte, der sowohl bei seinem ersten Playoff-Auftritt in die Finals führt als auch sein Team in Punkten und Rebounds anführt. Die erste Saison von Wembanyama endete also dort, wo große Karrieren geprägt werden.
Ausgerechnet in Oklahoma City gelang der Spurs im Spiel 7 das, was in ihrer Geschichte selten genug vorkommt: ein Road-Game-7-Sieg. Es ist erst das zweite Mal, dass die Franchise dieses Kunststück vollbringt. Das Selbstvertrauen, das daraus spricht, wird San Antonio in den Finals gegen die New York Knicks brauchen. Die Serie beginnt am Mittwoch um 20:30 Uhr MEZ auf ABC.
Die Basketball-Welt reagierte sofort auf diese Sensation. Spurs-Legende Manu Ginobili gratulierte dem Team zu ihrem Conference-Titel. Boston-Forward Jaylen Brown und Minnesota-Center Rudy Gobert, der eng mit Wembanyama befreundet ist und mit den Timberwolves in der zweiten Playoff-Runde gegen San Antonio ausgeschieden war, äußerten sich ebenfalls. Auch Nicolas Batum von den LA Clippers, ein weiterer Franzose, meldete sich zu Wort.
Ballports-Take: Für DACH-Fans ist dies die beste Nachricht seit Jahren. Wembanyama spielt in den Finals und liefert dabei Top-Level-Basketball ab. Wer sein Rookie-Jahr verfolgt hat, erlebt jetzt Live-TV im Hochsommer, wie ein künftiger All-Star gegen die beste Liga der Welt auf der größten Bühne antritt. San Antonio ist kein Favorit gegen die Knicks, aber genau das macht diese Finals interessant. Markiert euch Mittwoch: Finals-Spiel eins mit Wembanyama ist nicht zu verpassen.