Big Ten will nicht auf 16 Teams einigen
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Big Ten will nicht auf 16 Teams einigen

Tony Petitti macht bei den Big-Ten-Frühjahrsversammlungen in Rancho Palos Verdes klar, wo sein Verband steht. Der Commissioner der Big Ten hat sich erstmals ausführlich öffentlich für ein 24er-Playoff-Format ausgesprochen und signalisiert gleichzeitig: Mit einer 16er-Lösung wird es nichts. Wenn die SEC nicht umdenkt und das Big-Ten-Modell unterstützt, lehnt die Big Ten eine 16er-Variante für 2027 und darüber hinaus kategorisch ab. Petitti sagte gegenüber Reportern, dass man "null Gespräche" zu einer 16er-Lösung geführt hat. Als Alternative bleibt das aktuelle 12er-System bestehen.

Das ist relevant, weil für jede Änderung am Playoff-Format beide großen Conferences zustimmen müssen. Die SEC hält ihre Frühjahrsversammlungen nächste Woche in Destin ab. Dort haben einzelne Trainer und Athletic Directors bereits Sympathien für ein 24er-Feld gezeigt, doch Commissioner Greg Sankey und die Mehrheit der SEC-Führung bevorzugen weiterhin 16 Teams.

Petitti sprach an diesem Dienstagabend knapp eine Stunde lang mit Reportern im Terranea Resort. Das zentrale Argument des Big-Ten-Commissioners ist dabei überraschend einfach: Zugang. "Als ich im Baseballgeschäft war, mussten wir nie überzeugend argumentieren, dass mehr Teams länger im Rennen besser für alle ist", sagte Petitti. "Hier scheinen wir das erklären zu müssen. Das ist kontraintuitiv."

Sein Kernpunkt zur 24er-Lösung lautet, dass ein solches Format die reguläre Saison nicht entwertet, sondern durch gestaffelte Anreize sogar aufwertet. Teams in den Plätzen eins bis acht erhalten ein Freilos und ein Heimspiel. Die Top Two bekommen den "besten Weg" durch den ganzen Playoff. Die schwächer gesetzten Teams müssen dagegen bis zur letzten Woche kämpfen, um überhaupt im Feld zu bleiben oder ihre Seeding zu verbessern. "Bei 24 Teams verbesserst du immer noch dein Résumé", erklärte Petitti. "Wenn du irgendwo zwischen 16 und 24 stehst, musst du in der letzten Woche deine Position schützen. Wenn du bei 17 oder 18 bist, versuchst du, in die 8er-bis-16er-Zone zu kommen, um ein Heimspiel zu spielen. Das sind echte Anreize."

Bei 16 Teams sieht Petitti dagegen finanzielle Probleme. Die Conference-Championship-Games würden wahrscheinlich weiter ausfallen, und die Playoff-Einnahmen würden den Umsatzverlust nicht ausgleichen. Der Big-Ten-Boss betont, dass es nur zwei praktikable Wege für ein 16er-Playoff gibt: Entweder spielen alle 16 ohne Byes in der ersten Runde, was die Motivation senkt, oder man schränkt das Format anderweitig ein.

Ballports-Take: Das ist der Kampf um die Zukunft des College Football in den USA. Für deutsche Fans, die den Sport beobachten, zeigt sich hier ein grundsätzlicher Konflikt zwischen zwei Machtblöcken. Die Big Ten will offensichtlich vermeiden, dass der Playoff zu exklusiv wird und dadurch weniger interessant für die breite Fanbase. Ein 24er-Format hätte auch Auswirkungen auf mögliche NFL Europe Games und Interesse an US-Football generell: Je mehr Teams mit realistischen Chancen spielen, desto interessanter wird es für internationale Fans die einzelne Programs oder Regions folgen.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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