Die Indiana Fever haben Portland Fire mit 90:73 besiegt, und das ohne ihre Top-Pick Caitlin Clark. Clark fehlte wegen einer Rückenverletzung, die weniger als zwei Stunden vor Spielbeginn diagnostiziert wurde. Es war ihre erste Ausfallzeit in dieser Saison.
Aliyah Boston übernahm die Verantwortung und erzielte 24 Punkte bei acht Rebounds. Kelsey Mitchell steuerte 21 Punkte bei, während Lexie Hull mit einer perfekten Schießnacht beeindruckte: Sie traf alle vier Feldwürfe, alle drei Dreier und alle vier Freiwürfe und holte sich acht Rebounds. Boston kehrte nach ihrer ersten Spielausfallzeit in ihrer Karriere zurück. Vergangenen Sonntag hatte sie gefehlt, als die Fever Seattle mit 89:78 schlugen.
Tyasha Harris startete für Clark und orchestrierte das Offense-Spiel mit sieben Assists und zwei Steals, ohne einen Turnover zu begeben. Allerdings gelang Harris bei sechs Versuchen kein Treffer. Die Fever kontrollierten die Partie früh: Nach Portlands Midrange-Treffer von Sarah Ashlee Barker, der die Niederlage auf 32:30 verkürzte, scorten die Fever 21 der nächsten 28 Punkte und bauten einen 16-Punkte-Vorsprung bis zur Pause auf. Die Statistiken zeigen die Dominanz: 55 Prozent Feldwurfquote in der ersten Hälfte, 13:6 Freiwürfe und 13 Assists.
Portland schaffte es nicht, in die Partie zurückzukommen. Der Vorsprung der Fever blieb während der zweiten Halbzeit zweistellig. Ein Problem traf die Fire im dritten Viertel: Rookie Nyadiew Puoch, die in den beiden vorherigen Spielen zweistellig gepunktet hatte, konnte sich auf ihrer rechten Seite verletzt nicht belasten. Sie verließ das Feld und kehrte nicht zurück. Puoch spielte 20 Minuten ohne Punkte. Die Fire stehen mit 2:3 Siegen und Niederlagen, während Indiana auf 3:2 klettert.
Ballports-Take: Für die Fever ist das ein wichtiger Beweis, dass sie auch ohne Clark gewinnen können. Boston und Mitchell zeigen, dass in Indianapolis Tiefgang vorhanden ist. Clark wird nach ihrer Rückenverletzung genau beobachtet werden müssen, der Zeitpunkt der Rückkehr ist offen. Für Deutsche, die die Fever verfolgen, ist das beruhigend: Das Team ist nicht allein auf Clarks Schultern gebaut. Die nächsten Spiele gegen Golden State und im Verlauf der Regular Season werden zeigen, ob das Vertrauen in die anderen Spielerinnen gerechtfertigt bleibt oder ob Clark schnell zurückkehren muss.