Sankey verteidigt SEC trotz Big-Ten-Dominanz
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Sankey verteidigt SEC trotz Big-Ten-Dominanz

Greg Sankey lässt sich von drei aufeinanderfolgenden nationalen Titeln des Big Ten nicht beeindrucken. Der SEC-Commissioner betonte bei den Frühjahrskonferenzen seiner Liga in Miramar Beach, dass die Southeastern Conference "eindeutig" die stärkste und wettbewerbsfähigste Football-Liga bleibt. Sankey räumte ein, dass der Big Ten in den Playoffs der letzten drei Saisons perfekt gegen SEC-Teams abgeschnitten hat, doch er ordnete diese Bilanz als Ergebnis knapper Entscheidungen und unglücklicher Momente ein.

Zum Beweis führte Sankey mehrere konkrete Beispiele auf. Michigan besiegte Alabama 27-20 nach Verlängerung in der CFP-Semifinal am Rose Bowl. Ohio State gewann mit 28-14 gegen Texas im Cotton Bowl. Und Miami besiegte Ole Miss in einem dramatischen Fiesta-Bowl-Match, als ein Pass in der Endzone in der letzten Spielaktion unvollständig blieb. "Das war keine Hail Mary, das war der Versuch, einen Touchdown zu erzielen", erklärte Sankey. "Das sind kleine Unterschiede zwischen Gewinnen und Verlieren, und wir haben diese Grenzfälle eine Zeit lang für uns entschieden."

Doch die Statistiken sprechen eine andere Sprache. Der Big Ten hat nun zum zweiten Mal seit Einführung der AP Poll 1936 drei nationale Titel hintereinander geholt, damals 1940 bis 1942. Die SEC hingegen hat seit drei Saisons kein Team mehr in ein nationales Meisterschaftsspiel gebracht. Das ist der längste Ausfall der Liga seit dem Zeitraum 1999-2002. Zwischen 2006 und 2022 war die SEC in 16 von 17 nationalen Championship Games vertreten, mit Ausnahme des Jahres 2014.

Sankey beharrt darauf, dass die Gesamtbreite der SEC weiterhin unübertroffen ist. Er verwies auf Daten der College Football Playoff Foundation, die zeigen, dass die SEC insgesamt die stärkste Liga darstellt. "Andere Ligen haben einzelne Segmente, die auf unserem Niveau sind", sagte er, "aber nicht die Gesamtkraft einer ganzen Conference wie der Southeastern Conference. Das ist ein besonderer Ort."

Weniger als 100 Tage vor Saisonstart zeigt sich jedoch, dass die Sportwetten-Wirklichkeit Sankeys Narrative nicht vollständig unterstützt. Indiana, das gerade seinen ersten nationalen Titel gewonnen hat, gehört mit Texas zu den drei Favoriten für eine Wiederholung. Ohio State, der Titelverteidiger von 2024, wird bei DraftKings als Favorit gehandelt. Von den zehn Teams mit den kürzesten Quoten auf den nationalen Titel stammen acht aus Big Ten oder SEC, während Notre Dame an zweiter Stelle und Miami an siebter Stelle stehen.

Ballports-Take: Sankeys Rhetorik klingt vertraut für jeden, der College Football verfolgt. Die SEC hat jahrelang dominiert und stellt sich jetzt die Frage, wie es so schnell bergab ging. Für deutsche Fans mit Interesse an der College-Saison ist das ein wichtiger Punkt: Der Big Ten hat die Machtverhältnisse tatsächlich verschoben, unabhängig davon, wie man die Qualitätslücke interpretiert. Sankeys Fokus auf "Marginalien" und "kleine Unterschiede" deutet darauf hin, dass die Liga intern genau analysiert, wo es schief gelaufen ist. Wer Indiana und andere SEC-Teams in der neuen Saison verfolgt, sollte erwarten, dass diese Conference hart arbeitet, um wieder an die Spitze zu kommen.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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