SEC-Chef Sankey beharrt auf 16er-Playoff-Expansion
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SEC-Chef Sankey beharrt auf 16er-Playoff-Expansion

Greg Sankey lässt sich von der Big-Ten-Position nicht abbringen. Der SEC-Commissioner machte auf einer Konferenz in Birmingham klar, dass die Liga weiterhin eine Vergrößerung des College-Football-Playoffs von zwölf auf sechzehn Teams favorisiert. Die Big Ten hingegen drängt auf ein noch größeres Modell mit 24 Teams, und diese Differenz zieht sich tief in die Offseason hinein.

Sankey betont, dass jede Änderung am College-Football-Format auf solider Analyse basieren muss, nicht auf Spekulationen. Die SEC habe ihre Position mit Forschungsergebnissen untermauert, während der Big-Ten-Plan aus seiner Sicht zu viele unbeantwortete Fragen aufwerfe. Später in diesem Jahr muss eine Entscheidung über das Format für 2027 fallen. Das Playoff war 2024 von vier auf zwölf Teams expandiert, doch da sich die Entscheidungsträger auf keine weitere Expansion einigen konnten, bleibt die zwölf-Team-Variante für 2026.

Die Debatte hat weitreichende Folgen für den gesamten College-Football-Kalender: Wann startet die Saison, welche Rolle spielen die Conference-Championship-Games, und wann endet alles im Januar. Sankey nennt Oklahomas späten Durchmarsch ins Playoff der vergangenen Saison als Beispiel dafür, was funktioniert. Ein 16er-Playoff würde solche Szenarien begünstigen, während ein 24er-Format möglicherweise zu vielen bedeutungslosen Spielen führt.

Parallel dazu wird am Scheduling gekärchert. Ein NCAA-Komitee empfahl zuletzt einen 12-Spiele-Plan über 14 Wochen ab 2027, mit Start bereits in Week 0 (früher als bisher). Die American Football Coaches Association schlug danach radikalere Schnitte vor: Conference-Championship-Games streichen, Bye Weeks von zwei auf eins reduzieren, minimale Tage zwischen Spielen auf sechs senken. Sankey konterte deutlich: Er habe gerade mit seinen Trainern gesprochen, und die hätten gesagt, dass zwei offene Wochen die Priorität sind, nicht ein früheres Finale. Die AFCA habe diese Punkte garnicht mit den Entscheidungsträgern abgeklärt, bevor sie ihre Statements abgaben.

Dazu kommt das Army-Navy-Spiel im Dezember, das Trump per Executive Order vor Verschiebung schützen will. Die AFCA und Sankey sind hier eher einer Meinung: Man muss das Traditionsduell ehren, braucht aber auch klare Fenster für andere Spiele an demselben Tag.

Ballports-Take: Für DACH-Fans mit Interesse an College Football wird dieser Streit darüber entscheiden, wie durchlässig das Playoff-System wird. Ein 16er-Format könnte mehr Drama in den späten Wochen bedeuten, ein 24er-Format könnte es verwässern. Sankeys Bestimmtheit signalisiert, dass die SEC hier nicht nachgeben wird. Wer die Munich-2026-Spiele oder zukünftige NCAA-Wettkämpfe in Europa verfolgt, sollte im Blick behalten, wie diese Kalender-Frage gelöst wird, da sie auf die Spieltermine und Kader-Verfügbarkeit ausstrahlt.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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