Die Phoenix Mercury haben ihre viergame Niederlagenserie beendet und dabei die Seattle Storm tiefer in die Krise gestürzt. Mit 93:73 gewann Phoenix am Samstag souverän und bescherte Seattle damit die zehnte Niederlage in Folge.
Vaneriane Ayayi führte die Mercury mit 18 Punkten und 10 Rebounds an. Kahleah Copper steuerte 17 Punkte bei, während die Gäste sich vor allem im dritten Viertel durchsetzten: Mit einem 14:0-Lauf zu Beginn des dritten Abschnitts verschafften sie sich entscheidenden Spielraum. Noemie Brochant lieferte ein Double-Double mit 16 Punkten und 10 Assists ab, Natasha Mack kombinierte 10 Punkte mit 10 Rebounds. Lexi Held traf in ihrem ersten Start als Starterin 11 Punkte, DeWanna Bonner kam auf 10 Zähler.
Seattle zeigte sich von Beginn an schwach. Natisha Hiedeman war mit 20 Punkten beste Skorerin der Storm, Rookie Flau'jae Johnson brachte 13 auf den Weg. Dominique Malonga und Zia Cooke addierten je 10 Punkte. Nach dem ersten Viertel führte Seattle noch mit 24:19 bei starken 48 Prozent Feldwurfquote, doch das war Täuschung: Im Endstand fiel die Quote auf schwache 36 Prozent. Phoenix zog im zweiten Viertel davon, als Ayayi einen Dreier traf und Copper zwei Freiwürfe verwandelte. Ein 13:0-Lauf bescherte den Mercury eine 43:29-Führung. Seattle versuchte noch einmal aufzustehen mit einem 12:5-Lauf durch sieben Punkte von Malonga, doch Phoenix hielt die Kontrolle und führte zur Halbzeit mit 48:41.
Für Phoenix geht es am Montag auswärts zu den Indiana Fever. Seattle empfängt am selben Tag die Dallas Wings.
Die Mercury fangen an, wieder in die Spur zu kommen. Mit fünf Siegen aus 17 Spielen sind sie zwar noch weit weg von einer komfortablen Bilanz, aber ein Sieg wie dieser gegen ein Team ohne Momentum hilft, das Vertrauen zurückzugewinnen. Die Storm hingegen befinden sich in einer echten Notlage: zehn Niederlagen hintereinander ist nicht nur eine Statistik, sondern ein Symptom für tiefere Probleme. Für deutsche WNBA-Fans, die die Mercury oder Storm verfolgen, war das Spiel ein Beispiel für die Bedeutung von Tagesform und Lauf-Basketball: Phoenix nutzte seine Chancen im dritten Viertel und Seattle konnte einfach nicht mithalten.