Reese kritisiert fehlende Dream-Starter beim All-Star Game
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Reese kritisiert fehlende Dream-Starter beim All-Star Game

Angel Reese ließ ihrem Ärger freien Lauf. Die Atlanta Dream stehen mit 12-7 Siegen an der Spitze der Eastern Conference und sind ligaweit nur drei Spiele vom ersten Platz entfernt. Doch beim WNBA All-Star Game wurden keine Spielerinnen des Teams als Starterinnen ausgewählt. Das traf Reese ins Mark, besonders weil ihre Teamkolleginnen Rhyne Howard und Allisha Gray leer ausgingen.

Reese selbst war bereits zweimal All-Star, doch diesmal war sie weniger enttäuscht über sich selbst als über ihre Mitstreiterinnen. Howard und Gray hätten sich die Nomination verdient, sagte Reese nach dem Spiel gegen die Washington Mystics. Howard und Gray liefern regelmäßig in Scoring und beim Dreierwerfen ab und rangieren mit Platz 12 und 13 in der Liga im Punkteschnitt. Noch beeindruckender: Howard und Jordin Canada führen die Liga bei Steals pro Spiel an, Gray und Reese selbst stehen bei den Defensive Win Shares auf den Plätzen neun und zehn.

Die All-Star-Starter werden durch eine Kombination aus Fan-Voting (50 Prozent Gewicht), Media-Voting (25 Prozent) und Player-Voting (25 Prozent) bestimmt. Bei den Guards schafften es Paige Bueckers, Olivia Miles, Caitlin Clark und Kelsey Mitchell ins Starterteam. Bei den Frontcourt-Spielerinnen wurden A'ja Wilson, Breanna Stewart, Jessica Shepard, Aliyah Boston, Gabby Williams und Natasha Howard nominiert. Howard und Gray waren mit dem fünften und sechsten besten Score bei den Guards knapp dran. Reese landete mit Platz sieben im Frontcourt auch nur knapp daneben.

Doch die Abstimmungsergebnisse im Detail zeigen, wo es hakte. Howard schnitt im Fan-Voting mit Platz neun schwach ab, obwohl die Media sie auf Platz vier sahen und die Spielerinnen sogar auf Platz zwei wählten. Gray war im Fan-Voting auf Platz sieben, in den anderen Kategorien auf acht und sechs. Reese hingegen rangierte in allen drei Kategorien auf Platz sechs.

Reese sprach Klartext darüber, was sie besonders verärgerte. Sie erwarte Respektlosigkeit gegenüber sich selbst, sagte sie. Aber Howard und Gray hätten sich das nicht verdient. Sie arbeiten hart, justieren ihre Verteidigung täglich nach, und sie seien der Grund, warum Atlanta dort steht, wo das Team aktuell steht. Die Art und Weise, wie sie ignoriert wurden, sei eine Ohrfeige gewesen.

Allerdings blieb Reese zuversichtlich. Sie ist überzeugt, dass Howard, Gray und sie selbst trotzdem ins All-Star-Team kommen werden, nur eben nicht als Starterinnen. Sie würdigte die nominierten Spielerinnen und betonte, dass diese Nominierungen verdient seien. Aber es sei ein großer Schock, dass vom erfolgreichsten Team der Liga niemand starten dürfe. Reese gab zu, dass sie normalerweise wenig in den Medien spricht, weil die letzten zwei Jahre schwierig für sie waren. Dieses Mal aber wollte sie für ihre Teamkolleginnen einstehen, die sich selbst nicht immer zu Wort melden.

Die Dream-Fans hätten ihre Spielerinnen stärker unterstützen sollen, merkte Reese noch an. Sie kenne die Arbeit, die Howard und Gray reinlegen. Sie wisse, warum sie selbst in Atlanta ist: wegen eben dieser beiden Spielerinnen. Der Erfolg des Teams stehe und falle mit ihnen.

Für deutsche Basketball-Fans zeigt sich hier ein wichtiger Aspekt der WNBA-Kultur: Erfolg und Leistung allein garantieren keine automatische Anerkennung. Das All-Star-Voting ist eine Mischung aus Fan-Popularität, Expertise und Spieler-Stimmen, und Popularität lässt sich nicht immer mit Erfolg gleichsetzen. Atlanta hat eine starke Saison, aber die Spielerinnen sind nicht so prominent wie Stars wie Caitlin Clark von den Indiana Fever. Wer die Dream in den kommenden Wochen verfolgt, sollte auf Howard und Gray achten, denn Reese hat klargemacht: Sie sind die Gründe für Atlantas Erfolg.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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