Pete Golding wehrt sich gegen Vorwürfe gegen Ole Miss
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Pete Golding wehrt sich gegen Vorwürfe gegen Ole Miss

Pete Golding ist erst drei Spiele lang Headcoach von Ole Miss, doch die Kritik lässt nicht auf sich warten. Bei den SEC-Frühjahrskonferenzen am Mittwoch musste sich Golding gleich mehreren Vorwürfen stellen: Clemson wirft Ole Miss Tampering vor, Texas-Coach Sarkisian zog die akademischen Standards der Rebels in den Dreck, und Ex-Coach Lane Kiffin deutete an, dass in Oxford eine rassistische Kultur herrsche. Golding interpretierte den ganzen Wirbel anders. Er sah darin einen Beleg für den Erfolg, den sein Programm auf und neben dem Platz hat.

"Mich interessiert nicht, was andere Leute über uns denken", sagte Golding. "Unsere Spieler wissen, dass es jetzt ein Zielkreuz auf ihnen gibt, wegen ihres Erfolgs und ihrer Leistungen. Sie müssen lernen, den Lärm auszublenden." Besonders interessant: Golding sprach offen über sein Verhältnis zu Kiffin, der Ole Miss vor der Playoff-Saison im vergangenen Jahr kontrovers verlassen hatte. "Er schreibt mir jeden Tag", sagte Golding und spielte Kiffins Rassismus-Vorwürfe herunter. "Natürlich gibt es da die Lane-Seite, wir sind Freunde. Aber dann gibt es auch die professionelle Seite, wo ich ihm manchmal auf die Finger klopfen muss." Kiffin hatte zuletzt in der Öffentlichkeit wieder Ole Miss kritisiert und suggeriert, dass die Rebels die nationale Meisterschaft gewonnen hätten, wenn er die Playoffs hätte durchtrainieren dürfen, statt Golding als Defensive Coordinator im Booth einzusetzen. Für Golding ist das Schnee von gestern. "Ich denke nicht, dass das irgendeinen Einfluss darauf hatte, warum wir das Miami-Spiel nicht gewonnen haben", konterte er.

Auch auf Sarkisians Seitenhieb reagierte Golding mit Gelassenheit. Der Texas-Coach hatte behauptet, es sei einfacher zu Ole Miss zu transferieren, weil Spieler dort "Basketweaving studieren und einen Abschluss bekommen können". Golding bedankte sich prompt für die kostenlose Werbung: "Ich sagte ihm, ich schätze das. Als Transfer würde ich lieber Basketweaving nehmen als Biologie." Der Punkt war aber ernst gemeint. Golding betont, dass die negative Außendarstellung dem wachsenden Erfolg des Programms geschuldet ist.

Zwischen all diesen Debatten steht noch die NCAA-Untersuchung gegen Linebacker Luke Ferrelli im Raum. Ferrelli war von Clemson zu Ole Miss gewechselt, nachdem Golding ihn angeblich kontaktiert hatte, obwohl der Spieler nicht auf der Transfer-Liste stand. Das ist Tampering, und genau das wirft Clemson Ole Miss vor. Golding wich dieser Frage aus: "Dafür haben wir eine Compliance-Abteilung. Es gibt eine laufende Untersuchung, und alles wird ans Licht kommen." Allerdings beschwerte sich Golding darüber, dass er die öffentliche Gallionsfigur für Tampering-Verstöße wurde, während das Problem im College-Football längst weit verbreitet sei. Er verwies auf seinen eigenen Linebacker TJ Dottery, der nach zwei Jahren als Starter bei Ole Miss zu Kiffin nach LSU transferiert war.

Ballports-Take: Golding wirkt wie jemand, der ein Programm mit echtem Momentum übernommen hat und jetzt mit den üblichen Turbos umgehen muss, die großer College-Football mit sich bringt. Für DACH-Fans, die LSU oder Ole Miss folgen, ist das relevant: Sowohl Kiffin als auch Golding stehen jetzt unter erhöhter Beobachtung. Die Tampering-Untersuchung könnte noch Strafen mit sich bringen. Was Golding aber richtig erkannt hat: Kritik ist oft ein Zeichen von Erfolg. Ole Miss ist wieder auf der Karte, und genau das macht die Rebels für andere Programme zum Ziel.

Originalquelle: ESPN / CFBOriginal lesen →
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