Mehr als eine Woche nach dem Playoff-Aus der Los Angeles Lakers gegen die Oklahoma City Thunder in der zweiten Runde hat LeBron James die Niederlage analysiert. Sein Fazit fiel ehrlich aus: Die Thunder hatten schlicht mehr Qualität im Kader. "Wir wurden nicht überwunden, nicht physisch überwunden, nicht taktisch überwunden", sagte James in seiner Podcast-Serie "Mind the Game" mit Co-Host Steve Nash. "Aber wir waren einfach von OKC im Talent unterlegen. Sie haben deutlich mehr Spieler auf hohem Niveau."
Die viertplatzierten Lakers waren in die zweiten Runde marschchiert, nachdem sie die Rockets in Runde eins bezwungen hatten. Dort trafen sie auf die topgesetzten Thunder, die ohne ihren Star Luka Doncic antreten mussten. Der NBA-Scoring-Leader, der als vierter im MVP-Voting endete, fehlte mit einer Muskelverletzung (Grade 2 Hamstring-Strain) die kompletten Playoffs über. Trotzdem war Thunder für James das klar bessere Team. "Am Ende des Tages fehlte uns die Spielerqualität", betonte der 39-Jährige. "OKC hatte einfach sehr viel mehr davon. Man kann ihnen dafür den Hut ziehen. Aber man darf sich da nicht verfangen, wenn man weiß, dass man personell benachteiligt ist."
Neben der Playoff-Bilanz sprach James auch über seine Zukunftsplanung. Der Free Agent denkt noch nicht konkret über eine mögliche 24. Saison nach. "Ich bin gerade noch im Moment und nehme mir Zeit", erklärte er. "Ich habe da noch nicht wirklich drüber nachgedacht." James will erst seinen Familienurlaub nach Memorial Day genießen, bevor er sich mit größeren Entscheidungen befasst. "Irgendwann im Juni, späten Juni, wenn Juli anrollt, dann werden wir ein Gefühl dafür bekommen, wie meine Zukunft aussieht." Die Free Agency startet traditionell Anfang Juli. James könnte theoretisch überall hin, hat aber auch signalisiert, dass die Lakers für die "nahe Zukunft" eine Option sind.
Ballports-Take: James verarbeitet hier eine unbequeme Wahrheit: Mit dem aktuellen Kader reicht es in den Playoffs nicht gegen echte Top-Teams. Dass Thunder Luka Doncic fehlte und die Lakers trotzdem rausflog, sagt alles über die Kadertiefe der Konkurrenz aus. Für DACH-Fans ist interessant, dass James sich bis Juli Zeit lässt. Sollte er bleiben, könnte die Lakers-Offense weiterhin auf seinen Play-Making basieren, aber ohne stärkere Co-Stars wird es schwierig. Sein Alter ist weniger das Problem als die Frage, ob das Team um ihn herum konkurrenzfähig ist.