Mike Gansey verlässt die Cleveland Cavaliers und übernimmt die Rolle des President of Basketball Operations bei den Philadelphia 76ers. Gansey hat seit der Saison 2011-12 bei den Cavaliers gearbeitet und sich dort durch die Reihen des Front Office hochgearbeitet. Die 76ers trennen sich damit von Daryl Morey und setzen auf einen Neuanfang mit frischer Führung.
Bob Myers, der viermalige NBA-Champion-Architekt der Golden State Warriors-Dynastie, leitete die Suche nach Gaskeys Nachfolger. Myers fungiert mittlerweile als President of Sports für Harris Blitzer Sports & Entertainment, die Eigentümer der 76ers. Er wird eng mit Gansey zusammenarbeiten und dessen Vision für die Organisation unterstützen.
Gansey setzte sich gegen Nick U'Ren durch, der zuletzt als Top-Basketball-Executive bei den Phoenix Mercury der WNBA tätig war. Beide Kandidaten hatten diese Woche separate Endrunden-Gespräche mit den 76ers-Besitzern an der Ostküste. U'Ren hatte unter Myers auch verschiedene Front-Office-Positionen bei den Warriors inne.
Ballports-Take: Gansey bringt über ein Jahrzehnt Erfahrung mit einer Organisation mit, die in den letzten Jahren wieder wettbewerbsfähig wurde. Seine Ernennung signalisiert, dass die 76ers auf Kontinuität und bewährte Strukturen setzen, statt einen komplett neuen Weg zu gehen. Für deutsche Fans ist das weniger relevant als für NBA-Interessierte, aber die Personalien zeigen: Wenn etablierte GMs ihre Positionen wechseln, folgen oft strategische Umbrüche. Gansey muss nun schnell zeigen, ob er nicht nur ein Teil des Cavs-Erfolgs war oder ob er selbst eine Organisation führen kann.