Patrick Ewing verlässt seine Botschafterrolle bei den New York Knicks und wird Assistenztrainer bei den Washington Wizards unter Headcoach Brian Keefe. Die Wizards setzen auf die legendäre Präsenz des Georgetown- und Knicks-Ikons, um ihre Stars Anthony Davis und Trae Young sowie ihr junges Kernteam um den ersten Draft-Pick AJ Dybantsa zu führen und zu entwickeln.
Ewing bringt umfangreiche Erfahrung auf der Assistenztrainer-Bank mit. Er arbeitete bereits für die Wizards, die Orlando Magic, die Charlotte Hornets und die Houston Rockets als Assistant Coach. Seine Trainerkarriere spielt sich aber vor allem an einem Ort ab: Georgetown. An der Universität führte er das Team 1984 zum NCAA-Titel und trainierte die Hoyas bis 2023. Am Ende seiner Zeit in D.C. lief es weniger glänzend. Die letzten zwei Saisons endeten mit einer Bilanz von 13-50, dann trennten sich die Wege.
Als Spieler ist Ewing eine Legende. Die Knicks zogen ihn 1985 mit dem ersten Pick des Drafts. Danach spielte er 15 Jahre lang für New York und dominierte die Franchise wie kaum ein anderer. Er führt die Statistiken der Knicks an in Punkten, Rebounds, Blöcken, Steals und gespielten Spielen. In seinen finalen 13 Saisons schafften die Knicks immer die Playoffs. 2003 zog New York seine Nummer 33 unter das Dach der Madison Square Garden.
Für deutsche Basketball-Fans, die die Wizards verfolgen, ist Ewings Ankunft ein Signal dafür, dass die Franchise verstanden hat, dass es mit jungen Spielern nicht nur um Entwicklung, sondern auch um Mentoring geht. Ein ehemaliger Megastar im Coaching-Stab kann gerade jungen Talenten helfen, professionelle Standards zu setzen. Ob Ewing und Keefe zusammen die Wizards aus ihrer Rekonstruktionsphase führen, wird sich zeigen. Für ballports-Fans ist wichtig: Mit etablierten Stars wie Davis und Young neben einem Top-Prospect wie Dybantsa hat Washington plötzlich ein anderes Gesicht als noch vor wenigen Jahren.