SEATTLE – Die Portland Fire haben die Seattle Storm mit 77:72 bezwungen. Carla Leite war die Führungsfigur der Sieger und erzielte 20 Punkte. Sie traf vier ihrer acht Feldwurfversuche und war beim Freiwurfschießen makellos: 12 von 12. Dazu kamen vier Assists für Leite, die ihre Mannschaft damit stabilisierte, als es darauf ankam.
Portlands Bilanz verbesserte sich auf 9:12 Siege und Niederlagen. Bridget Carleton unterstützte mit 14 Punkten und sieben Rebounds, während Megan Gustafson zehn Punkte und neun Bretter sammelte. Emily Engstler spielte in der ersten Halbzeit stark auf und leistete mit neun Punkten und sechs Rebounds Pionierarbeit für einen 22:10-Lauf in der zweiten Phase.
Seattle kam über die ganze Spielzeit nicht richtig ins Spiel. Dominique Malonga erzielte 22 Punkte als beste Werferin der Storm, Natisha Hiedeman kam auf 15 Punkte. Awa Fam steuerte 12 Zähler bei. Flau'jae Johnson, die Rookie der Storm, wurde gehörig ausgebremst und erzielte nur einen Punkt – ein Saisontief für sie.
Der Knackpunkt kam im dritten Viertel. Carla Leite traf gleich zu Beginn zwei Three-Point-Plays und beschleunigte damit das Tempo für Portland. Frieda Buhner kam von der Bank und schnürte in nur sechs Minuten neun Punkte, womit Portland seinen Halftime-Vorsprung von 32:30 schnell auf 54:47 ausbaute. Als Megan Gustafson dann noch einen Dreier versenkte, war es für Seattle gelaufen. Die Storm brachten sich selbst in diese missliche Lage: Beim ersten Quarter ließ Natisha Hiedeman mit neun Punkten den Offensivfluss kreieren, doch dann setzte Portland in der zweiten Phase einen 22:10-Lauf hin, der die Weichen stellte. Die Hiedeman-Blitzattacke aus den letzten 5:27 des ersten Viertels, ein 13:2-Run zum 20:10, reichte nicht aus. Seattles Bilanz fiel auf 5:17 und die Storm stehen jetzt 0:12 gegen Western-Conference-Teams.
Die Portland Fire, die von ihrer vierteiligen Auswärtstournee nur einen Sieg mitnahmen, empfangen am Donnerstag die Las Vegas Aces. Seattle muss am Montag zu den Los Angeles Sparks.
Für deutsche WNBA-Fans ist das eine aussagekräftige Lehrstunde darüber, wie wichtig Konstanz im Freiwurfschießen und bench-scoring ist. Leite und Buhner zeigten, dass Portland auch außerhalb der Startspieler gefährlich ist, während Seattle unter den neuen Rookies litt und die ganz großen Namen nicht ausreichten.