Cavaliers kämpfen sich zurück gegen Pistons
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Cavaliers kämpfen sich zurück gegen Pistons

Die Cleveland Cavaliers standen nach zwei Spielen mit dem Rücken zur Wand. Donovan Mitchell und James Harden, das Herzstück des Cavaliers-Backcourts, kamen gegen die erstklassige Defense der Detroit Pistons nicht in Tritt. Harden versenkte in Game 2 nur 3 von 13 Würfen, während Mitchell trotz 31 Punkten eine 0:2-Niederlage nicht verhindern konnte. Nach dem Spiel erkannte Mitchell das Problem: Spacing, bessere Ballbewegung, unterschiedliche Positionen für Harden. "Am Ende werden wir das hinbekommen", sagte er.

Dann passierte genau das. Die Cavaliers legten in den kommenden zwei Spielen einen beeindruckenden Schalter um. In Game 3 dominierten Mitchell und Harden mit kombiniert 56 Punkten beim 116:91-Sieg. Game 4 war das beste Spiel der Cavs in dieser Serie: Mitchell erzielte 43 Punkte, Harden steuerte 24 Punkte und 11 Assists bei. Der 112:103-Erfolg glich die Serie aus. Jetzt steht Game 5 an, und es geht um alles.

Was sich zwischen Game 2 und Game 3 änderte, war fundamental. Mitchell brauchte nur zwei Spiele, um seine Schießform zu finden und spielte in Games 3 und 4 mit 39 Punkten pro Partie auf 52 Prozent Trefferquote. Harden reduzierte seine Ballverluste drastisch: Nach 11 Turnovers in den ersten beiden Spielen gab er die Kugel in Games 3 und 4 nur noch 5-mal weg. Auch in der Defense machte sich Evan Mobley bemerkbar, der 2024-25 zum Defensive Player of the Year gewählt wurde. Er limitierte Jalen Duren und verhalf den Cavs zu einer defensiven Stabilität, die sie vorher vermisst hatten. Coach Kenny Atkinson wusste nach Game 4, dass sein Team einen Plan hatte: "Wir haben Vertrauen gewonnen. Es ist ein großer Unterschied, ob man 0:2 zurückliegt oder 2:2 gleich steht."

Nur ein Problem bleibt: Die Cavaliers haben in diesen Playoffs noch nie auswärts gewonnen. Sie sind 6:0 zu Hause, aber 0:5 auf der Straße. Game 5 findet in Detroit statt.

Für die Pistons wird ein Faktor entscheidend sein: Ballkontrolle. In den ersten beiden Spielen leisteten sie sich 25 Turnover, in Games 3 und 4 sogar 36. Detroit kann sich diese Nachlässigkeiten einfach nicht leisten, wenn die Defense nachlässt. Schon in der ersten Runde gegen Orlando verloren die Pistons die Ballverlust-Schlacht 115:100 über sieben Spiele. Die Offensive der Pistons ist nicht stark genug, um mit so vielen verlorenen Possessions mithalten zu können.

Ballports-Take: Für deutsche NBA-Fans ist diese Serie ein Lehrstück in Playoff-Basketball. Die Cavaliers zeigen, wie man sich in einer Serie anpasst, ohne dabei zu panikieren. Harden und Mitchell fanden ihren Rhythmus gegen eine der besten Defensen der Liga zurück. Interessant ist auch Evan Mobleys Rolle: Er verkörpert genau den Typ moderner Big Man, den man in der ELF oder GFL nie sehen wird, und sein Defensive-Player-of-the-Year-Award unterstreicht, dass Elite-Defense im modernen Basketball absolut zentral ist. Wer die Cavs verfolgt, sollte auf die Ballverluste achten und wie sehr Mitchell seinen Scoring-Flow beibehält, wenn die Serie in Detroit kritisch wird.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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