TORONTO – Brittney Sykes hat den Toronto Tempo zum 85:68-Erfolg über die Chicago Sky geschossen. Die 25 Punkte der Guard waren der Hauptgrund, warum Toronto am Sonntag dominant agierte und von Anfang an die Kontrolle behielt.
Nyara Sabally steuerte 15 Punkte bei, während Isabelle Harrison nach zehn Spielen Ausfallzeit wegen einer Daumenverletzung in ihr Saisonspiel zurückkehrte und gleich 14 Punkte erzielte. Laura Juskaite addierte 10 Punkte für Tempo, das damit auf 6:5 Bilanz kam. Marina Mabrey war mit neun Punkten, sechs Assists, vier Rebounds, zwei Steals und einem Block der klassische Spielmacher am Rande der Box Score.
Chicago konnte nie ins Spiel finden. Azura Stevens war mit 18 Punkten und 10 Rebounds das einzige wirklich helle Licht für die Sky, die damit zum zweiten Mal in Folge ein Double-Double auflegte. Gabriela Jaquez kehrte nach vier Spielen Knieblessur zurück und brachte 11 Punkte, Jacy Sheldon 10. Die Sky (4:7) hatten am Freitag noch Connecticut 85:80 geschlagen und damit eine fünfspieliges Verliererserie unterbrochen, doch gegen Toronto reichte es nicht.
Toronto setzte bereits früh ein Zeichen. Harrisons Dreier mit 4:12 Minuten im ersten Viertel machte es 20:9, danach lag Tempo die ganze restliche Partie in zweistelliger Führung. Besonders bemerkenswert war allerdings auch, wie ineffizient der Dreierbereich für Toronto war: Nur vier Dreier aus 22 Versuchen (18,2 Prozent) trafen, dennoch reichte es locker zum Sieg. Rookie Kiki Rice fehlte Toronto wegen einer Knöchelverletzung.
Einen Tag zuvor hatte Sabally gegen dieselbe Chicago-Mannschaft auf eigenem Platz 29 Punkte erzielt und Tempo zum 111:104-Sieg geschossen. Für die Sky geht es am Dienstag gegen Atlanta weiter, Tempo empfängt Connecticut am Mittwoch.
Für deutsche WNBA-Fans ist Sabally eine der wenigen europäischen Spielerinnen in der Liga und regelmäßig eine Anlaufstelle für Erkenntnisse über die besten Basketballerinnen der Welt. Dass Tempo als neues Franchise schnell Kontinuität zeigt und mit 6:5 sofort konkurrenzfähig ist, spricht für eine funktionierende Rollenverteilung. Harrison als Defensive-Spezialistin zurück zu haben, gibt der Truppe weitere Flexibilität. ballports-Fans sollten im Auge behalten, ob die Drei-Quote sich normalisiert – 18,2 Prozent ist ein Extremwert, der in der nächsten Partie korrigieren sollte.