Die Los Angeles Sparks haben die Washington Mystics mit 92-87 bezwungen, wobei Erica Wheeler in den letzten 70 Sekunden acht ihrer insgesamt 21 Punkte erzielte und damit das Spiel entschied. Nneka Ogwumike lieferte ein Double-Double mit 20 Punkten und 11 Rebounds ab und schrieb dabei Geschichte: Mit ihrer 3,312. Rebound egalisierte sie Platz sechs auf der WNBA-Karriere-Liste und übertraf zugleich Franchise-Legende Lisa Leslie bei den Made Field Goals für die Sparks. Ogwumike steht nun bei 2,339 verwandelten Feldwürfen für Los Angeles, Leslie hatte 2,332 für die Sparks und 3,307 Rebounds insgesamt.
Cameron Brink sorgte mit 16 Punkten für Stabilität und traf einen entscheidenden 3-Pointer mit 17 Sekunden vor der Halbzeit zum 42-37-Vorsprung. Dearica Hamby steuerte 14 Punkte, neun Rebounds, sieben Assists und vier Steals bei. Für Washington fehlte Kelsey Plum wegen einer Erkältung und Problemen am rechten Sprunggelenk, dabei führt die WNBA-Leading-Scorerin die Liga mit 26,8 Punkten im Durchschnitt an.
Die Mystics hielten lange mit: Shakira Austin erzielte 25 Punkte und holte zehn Rebounds für ihr viertes Double-Double der Saison, zwei freie Würfe brachten Washington noch auf 81-81 mit 2:07 Spielzeit verbleibend. Doch Ogwumike antwortete mit einem 3-Pointer, Wheeler versiegelte dann das Spiel. Sonia Citron war für Washington mit 21 Punkten aktiv, 15 davon in der zweiten Halbzeit, und verteilte acht Assists. Kiki Iriafen kam auf 13 Punkte und neun Rebounds. Washington startete dominant mit 25 Punkten im ersten Viertel, konnte diesen Rhythmus aber nicht halten und erzielte nur 12 Punkte im zweiten Viertel. Im ersten Halbjahr schoss Washington 52 Prozent aus dem Feld, aus der Distanz gelang aber nur drei von zwölf Versuchen.
Ballports-Take: Ogwumikes kontinuierlicher Aufstieg in den WNBA-Rekordlisten zeigt, wie wertvoll langfristige Konstanz ist. Für den Draft oder Fantasy-Szenarien ist wichtig, dass die Sparks ohne ihre Leading-Scorerin Plum gewinnen konnten, was auf eine ausreichend tiefe Rotation hindeutet. Wheelers Nervenstärke in Crunch-Time-Situationen macht sie zu einer klassischen Spielmacherin in entscheidenden Momenten. Deutsche Fans sollten die Sparks im Auge behalten, wenn es um spannende WNBA-Playoff-Szenarien geht.