Wembanyama rettet Spurs in Game 6, jetzt kommt das Finale
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Wembanyama rettet Spurs in Game 6, jetzt kommt das Finale

Die San Antonio Spurs zwingen die Oklahoma City Thunder in ein Game 7 der Western Conference Finals. Nach einer Niederlage in Game 5 stand San Antonio mit dem Rücken zur Wand, doch im heimischen Stadion drehten die Spurs auf und besiegten die Titelverteidiger 118-91.

Victor Wembanyama war der entscheidende Faktor. Nach einem schwachen Auftakt in Game 5, wo er die ersten acht Minuten torlos blieb, kam er zur Arena in einer Eid al-Adha-Robe und machte klare Ansage. Im ersten Viertel schon 11 seiner insgesamt 28 Punkte, dazu 10 Rebounds in nur 28 Minuten. Mit Wembanyama wieder in Topform rissen die Spurs die Serie an sich. Besonders im dritten Viertel zeigten sie Dominanz, eine 20-0-Serie besiegelte die Partie praktisch.

Die Spurs spielten dabei ungewöhnlich von außen. Vierzehn ihrer 23 Feldwurf-Versuche im ersten Viertel waren Dreier, insgesamt kamen 33 von 66 Versuchen über drei Quarter von jenseits der Dreierlinie. Frühe Treffer von Wembanyama und Devin Vassell öffneten die Offense völlig. Oklahoma City kam nie in Führung.

Auf der anderen Seite ein historisches Szenario für Shai Gilgeous-Alexander. Der zweifache MVP verschoss massiv: 6 von 18 Würfen für 15 Punkte. Oklahoma City war minus-28 in seinen 28 Minuten. Besonders schmerzhaft ist sein Shooting in dieser Serie. Nach 60,2% bei Zweipunktversuchen in der Regular Season trifft er diese jetzt nur zu 40,9%. In fünf der sechs Spiele lag er bei 40% Feldwurf-Quote oder darunter. Gilgeous-Alexander, der in der Regular Season 140 Spiele in Folge über 20 Punkte schoss, hat jetzt zweimal in den letzten drei Spielen unter 20 Punkten geliefert.

Dylan Harper kehrte für die Spurs zurück in die Form. Nach einer Adduktorenverletzung, die ihn auf 18 Punkte in den Games 3 bis 5 beschränkt hatte, schoss er wieder 18 Punkte in Game 6 und traf 6 von 9 Würfen. Ein wichtiges Zeichen für San Antonio.

Game 7 findet am Samstag in Oklahoma City statt (20 Uhr MEZ, NBC/Peacock). Der Sieger trifft auf die New York Knicks in den NBA Finals. Ein Sieg würde die Spurs in ihre erste Finals-Serie seit 2014 bringen. Für den Thunder wäre es ein zweites Finals-Erscheinen in Folge, etwas das seit den Golden State Warriors von 2015 bis 2019 keine andere Mannschaft geschafft hat.

Das ist das erste Conference Finals Game 7 mit zwei MVP-Top-3-Kandidaten seit Larry Bird und Julius Erving 1982.

Ballports-Take: Wembanyama zeigt hier, warum die Basketball-Welt ihn beobachtet. Ein Defensiver Player of the Year, der mentale Stärke hat und mit 28 Jahren noch weit von seiner Prime entfernt ist. Seine Fähigkeit, im entscheidenden Moment zu dominieren, ist beeindruckend. Für Basketball-Fans in der DACH-Region wird diese Serie zum absoluten Muss: Ein junger, europäischer Superstar gegen Gilgeous-Alexander, der gerade einen mentalen Kampf ausficht. Game 7 entscheidet über Finals-Teilnahmen, das ist die höchste Dramatik.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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