Pickens soll zum Cowboys-Minicamp kommen
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Pickens soll zum Cowboys-Minicamp kommen

Die Dallas Cowboys erwarten, dass Pro-Bowl-Receiver George Pickens beim obligatorischen Minicamp vom 16. bis 18. Juni anwesend ist. Das teilte Coach Brian Schottenheimer am Donnerstag mit, nachdem er am Vortag mit Pickens gesprochen hatte. Der Wide Receiver hat bislang weder an den freiwilligen Offseason-Trainings noch an den Organized Team Activities teilgenommen, die gerade bei The Star begonnen haben.

Schottenheimer wirkte entspannt beim Thema. Er sagte: "Ich erwarte, dass er hier ist. Ich denke, ihm geht es gut, aber wie gesagt, ich weiß, dass er seine Angelegenheiten regelt. Er vermisst seine Teammates, und wir vermissen ihn auch. Ihr wisst, wie wir über ihn denken. Wir lieben ihn. Das ist einfach Teil des Geschäfts." Im Hintergrund dieser Aussagen lauert ein klassischer Vertragskampf. Pickens hatte im Offseason ein Franchise-Tag-Angebot in Höhe von 27,3 Millionen Dollar unterzeichnet, nachdem die Cowboys sich weigerten, über einen Langzeit-Deal zu verhandeln. Sollte er zum Training Camp nicht erscheinen, drohen Geldstrafen gemäß des Collective Bargaining Agreement.

Auch wenn Pickens beim Minicamp auftaucht, könnte sein Einsatzbereich begrenzt sein. Wer die erste und zweite Phase des Offseason-Programms verpasst, braucht Zeit, um aufgeholt zu werden. Ähnlich war es letztes Jahr mit Micah Parsons, der ebenfalls in Vertragsverhandlungen war und die OTAs ausfallen ließ. Parsons kam zum Minicamp, setzte sich dann aber mit niedriger Rückenverspannung hin.

Die Cowboys zeigen trotz jüngster Extensions für Drakes London (Falcons) und Christian Watson (Packers) keine Neigung, ihre Haltung zu ändern. Theoretisch hätten Pickens und Dallas bis zum 15. Juli Zeit, eine Langzeit-Vereinbarung zu treffen, bevor er die Saison 2026 unter dem Franchise Tag spielen müsste. In der Zwischenzeit hat Pickens zumindest einige Wurfeinheiten mit Quarterback Dak Prescott abseits der Facility absolviert, wenngleich Schottenheimer unsicher ist, ob diese weiterlaufen.

In seiner ersten Saison mit den Cowboys nach dem Trade von den Pittsburgh Steelers holte Pickens 93 Pässe für 1.429 Yards und neun Touchdowns. Alle drei Karriere-Höchstwerte. Dieses Wochenende wird er zudem ein Jugend-Football-Camp veranstalten.

Schottenheimer betonte, dass der fehlende persönliche Kontakt bei freiwilligen Workouts einen Unterschied macht. Die "Connection" könne man aber vor und während des Training Camp wiederherstellen. Er verwies darauf, dass die Offseason-Workouts weniger um Football gehen als vielmehr um Kraft- und Gewichtszimmer-Arbeit. Und dann folgte eine grundsätzliche Aussage, die über Pickens hinausgeht: "Wie beweist man seinen Teammates, dass man alles gibt, um die beste Version seiner selbst zu werden, wenn sie nicht sehen, dass du es tust? Ich habe keine Zweifel, dass George sich vorbereitet, genauso wie ich keine Zweifel an Micah oder jemandem anderen hatte."

Ballports-Take: Pickens' Abwesenheit ist klassisches Holdout-Theater. Der Mann hatte eine grandiose erste Cowboys-Saison und will bezahlt werden. Dallas hält weiterhin die Linie, aber Juli 15. ist kein mystisches Datum vom Himmel gefallen. Wenn die Verhandlungen vorankommen, könnte schnell ein neuer Deal entstehen. Für Fantasy-Spieler ist Pickens weiter ein Top-Ziel auf dem WR-Markt, sofern er auf dem Platz steht. Dass er trotz fehlender OTAs zum Minicamp kommt, deutet darauf hin, dass keine totale Eskalation bevorsteht. Im Training Camp wird Pickens vermutlich trotzdem Tage brauchen, um wieder ins Wettkampf-Tempo zu kommen.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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