Die Golden State Warriors haben sich für den Sommer neu ausgerichtet. Draymond Green lehnte sein Player-Option über 27,6 Millionen Dollar ab und öffnete dem Team damit die Tür für größere Umbauten. Green hätte bis 17 Uhr ET entscheiden müssen. Das Timing war kein Zufall. Seit Wochen deuteten Insider an, dass Green die garantierte Jahresgage ablehnen würde, sobald die Warriors ein großes Upgrade in Aussicht hätten. Diese Flexibility wollen sie nun nutzen.
Das Ziel ist ambitioniert: LeBron James soll in Free Agency verpflichtet werden. Die Warriors haben sich mit der Los Angeles Lakers auf Verhandlungen eingelassen, doch die laufen ins Leere. James hatte zuletzt signalisiert, dass er zurück zu den Lakers will, aber die Chancen schwinden. Golden State könnte James nun die volle Nontaxpayer Midlevel Exception über 15,1 Millionen Dollar bieten.
Parallel sondiert die Warriors auch Anthony Davis via Trade aus. Davis spielt für die Washington Wizards und verdient 58,4 Millionen Dollar in der Saison 2026-27. Ein Trade würde ein großes Salary Matching erfordern. Hier ins Spiel kommt Jimmy Butler. Der Warriors-Star ist knapp vier Monate nach seiner ACL-Operation wieder auf dem Weg zurück und hat einen auslaufenden Vertrag über 56,8 Millionen Dollar. Das Salary würde perfekt für ein Davis-Trade-Paket passen.
Butler selbst bleibt gelassen. "Es wäre nicht das erste Mal, dass ich getradet werde", sagte er zu ESPN. "Aber es ist gut zu wissen, dass man mich hier haben will. Ihre Aufgabe ist es, zu gewinnen. Kann ich ihnen dabei helfen? Ja. Wenn sie denken, dass jemand anderes ihnen schneller helfen kann, müssen sie das tun." Die Warriors teilten Butler hinter den Kulissen mit, dass sie ihn lieber behalten würden.
Was besonders interessant ist: Alle drei Spieler werden von Rich Paul und Klutch Sports vertreten. Das deutet darauf hin, dass diese Moves koordiniert sein könnten. James und Davis hatten 2020 zusammen einen Championship mit den Lakers gewonnen und sind seit Jahren eng befreundet. Die Warriors nutzen möglicherweise genau diesen Umstand, um James zu locken. Ein Davis-Trade könnte auch als zusätzlicher Hebel dienen, um den NBA-Star zu bewegen.
Für DACH-Basketball-Fans wird es spannend: Sollten die Warriors tatsächlich James zurück holen, wäre das eine massive Verschiebung in der Western Conference. Die Konstellation James, Davis und Butler könnte die Warriors zurück ins Contender-Gespräch bringen. Gleichzeitig zeigt sich hier ein klassisches Front-Office-Spiel: Flexibilität schaffen, Optionen offenhalten, Druck aufbauen. Green hat das signalisiert, indem er seine garantierte Kohle opferte. Jetzt heißt es, ob die Warriors die Chance tatsächlich nutzen können. Die nächsten Tage werden zeigen, ob das Machbare auch realistisch ist.