Die Jacksonville Jaguars haben einen großen Scherz auf Kosten ihres Quarterbacks aufgezogen und die ganze Liga hereingelegt. Im Mai veröffentlichte die Franchise ein Video zur Schedule-Ankündigung, in dem Trevor Lawrence sich die lange, blonde Mähne schneiden ließ, die er seit seiner Zeit an der Clemson University trug. Das Problem: Es war nicht echt. Lawrence trug während des Drehs eine lange Perücke über seinem echten Haar, während der Friseur die Perücke schnitt. Darunter befand sich sein kurzes Echthaar, das die ganze Zeit schon so aussah. Das Ergebnis sah auf den ersten Blick überzeugend aus. Sein Teamkollege Arik Armstead beschrieb Lawrences neuen Look als etwas, das wie ein Disney-Charakter aussah. Das Video vom 14. Mai wurde zum viralen Hit und erreichte bis 16. Juni 3,8 Millionen Aufrufe. Die Täuschung funktionierte so gut, dass die Jaguars einen Tag später ein Making-of-Video veröffentlichen mussten, um ihre Fans zu beruhigen, dass Lawrence nicht wirklich seine ikonische Frisur aufgegeben hatte. Lawrence selbst lobte die Kreativität seines Teams. Er gab zu, dass der gefälschte Haarschnitt nicht gut aussah, aber eben sehr echt wirkte. Nun geben die Jaguars der Öffentlichkeit eine Chance, die berühmte Perücke zu ergattern. Das Team versteigert das Stück aus dem viralen Video und bietet damit jedem Fan die Möglichkeit, selbst wie Trevor Lawrence auszusehen. Oder zumindest wie die Version, die die Jaguars der Welt zeigen wollten.
Für deutsche Fans ist dieses Missverständnis ein gutes Beispiel dafür, wie schnell Informationen im modernen American Football um die Welt gehen. In der NFL wird jede Bewegung von Top-Spielern wie Lawrence unter die Lupe genommen, besonders nach Draft oder bei bedeutenden Off-Season-Events. Ein Haarschnitt eines QB mit Toptalent wird sofort analysiert und interpretiert. Die Jaguars zeigen mit dieser Aktion auch, dass die NFL längst verstanden hat, wie wichtig soziale Medien und Virality für die Fankultur geworden sind. ballports-Fans sollten das Video noch sehen, falls es ihnen entgangen ist. Es ist nicht nur witzig, sondern auch ein Beweis dafür, dass die Marketing-Teams in der NFL ihre Hausaufgaben gemacht haben.