Jalen Williams wird Oklahoma City in Spiel 7 gegen die San Antonio Spurs nicht zur Verfügung stehen. Der Star-Flügel verletzte sich bereits in Spiel 2 an der linken Oberschenkelmuskulatur und fehlte den Thunder in den Spielen 3, 4 und 5 komplett. In Spiel 6 versuchte Williams ein Comeback, kam aber nur auf zehn Minuten von der Bank, bevor Trainer Mark Daigneault ihn wieder rausnehmen musste. Thunder verlor diese Partie 118:91.
Daigneault erklärte nach dem Spiel die Entscheidung. Williams habe das volle Return-to-Play-Protokoll nicht absolviert, das in der regulären Saison Standard wäre. Auch wenn der All-NBA-Spieler alles versucht habe, um der Mannschaft zu helfen, sei es offensichtlich nicht möglich gewesen, ihn vollständig einzusetzen. Daigneault lobte Williams dafür, dass dieser überhaupt auf dem Platz gestanden war, betonte aber: Der Sieg- oder Niederlagenschlüssel war an diesem Abend nicht die Abwesenheit des Stars.
Williams zeigte allerdings Verschleißerscheinungen. Er verlor den Ball zweimal, dribbelte ihn einmal aus dem Spielfeld und wirkte insgesamt ohne den üblichen Drive. Danach verließ er die Frost Bank Center, ohne mit Medienvertretern zu sprechen. Am Freitagabend gab Oklahoma City offiziell bekannt, dass Williams für Spiel 7 ausfällt.
Für die Thunder ist dies ein massives Problem. Williams war in der vergangenen Saison Third-Team All-NBA und spielte eine Schlüsselrolle in Oklahomas Titellauf, obwohl er selbst mit einer rechten Handgelenksverletzung kämpfte, die eine Operation erforderte. In dieser Saison hatte er konstant mit Verletzungen zu kämpfen. Die Offseason-Operation am Handgelenk, dazu eine Zerrung der rechten Oberschenkelmuskulatur, führten dazu, dass er nur 33 Spiele in der regulären Saison absolvierte. Im Playoff-Opener gegen die Spurs erlitt er dann die neue Verletzung an der linken Oberschenkelmuskulatur.
Wenn Oklahoma City die Spurs besiegt und die Finals erreicht, wartet dort der New York Knicks. Das erste Finalspiel würde am Mittwoch in Oklahoma City stattfinden.
Ballports-Take: Williams' Ausfalls ändert die Dynamik der Serie entscheidend. Oklahoma City verliert damit nicht nur Scoringpower und Verteidigungsflexibilität, sondern auch die emotionale Dimension eines All-NBA-Spielers im Kampf um den Titel. Für Fantasy-Spieler ist Williams für den Rest der Playoffs faktisch nicht zu berücksichtigen. Die Thunder müssen zeigen, dass sie auch ohne ihren zweiten Star funktionieren können — oder sie spielen sich früher als erwartet in den Sommer verabschieden.