Der Rechtsstreit zwischen der Pac-12 und der Mountain West findet sein Ende. Beide Conferences haben sich darauf geeinigt, ihre gegenseitigen Klagen zunächst auszusetzen und stattdessen eine Einigung auszuhandeln. Das teilten die Conferences gemeinsam mit fünf betroffenen Schools mit: Boise State, Utah State, Colorado State, Fresno State und San Diego State.
Der Konflikt entstand, weil die Pac-12 im September 2024 gegen Strafzahlungen klagte, die in einem Football-Scheduling-Agreement aus dem Dezember 2023 verankert waren. Die Mountain West hatte darin festgehalten, dass jede School, die zur Pac-12 wechselt, zehn Millionen Dollar zahlen muss. Für jede weitere abwandernde School kamen 500.000 Dollar hinzu. Als die fünf Schulen dann tatsächlich gingen, summierte sich die Gesamtstrafe auf 55 Millionen Dollar.
Parallel reichten Colorado State und Utah State eine separate Klage ein, um sich von noch höheren Gebühren zu befreien. Diese könnten zwischen 19 und 38 Millionen Dollar pro School gelegen haben. Boise State schloss sich diesem Rechtsstreit später an. Die Klagen liefen in Kalifornien und Colorado gleichzeitig.
Nun soll ein formeller Vergleich das Durcheinander aufräumen und alle offenen Fragen klären. Die reformierte Pac-12 startet in diesem Herbst mit acht Schools: Boise State, Colorado State, Fresno State, San Diego State, Texas State und Utah State gesellen sich zu den etablierten Mitgliedern Oregon State und Washington State hinzu. Die Mountain West muss derweil mit zehn Teams weitermachen: Air Force, Hawai'i, Nevada, New Mexico, Northern Illinois, North Dakota State, San Jose State, UNLV, UTEP und Wyoming.
Ballports-Take: Dieser Schachzug entkräftet ein Stück weit die konfrontative Strategie, die beide Conferences lange gefahren sind. Für die betroffenen Schools bedeutet der Vergleich potenzielle Kostenersparnis, die sie in ihre Sportprogramme investieren können. Wer die Pac-12 in dieser Saison verfolgt, sollte im Blick behalten, wie viel tatsächlich gezahlt wird und wie dieses Geld zwischen den Schulen aufgeteilt wird. Das beeinflusst auch langfristig, welche Conferences für andere Schools attraktiv bleiben.