Murray und McCarthy im direkten Vergleich: Vikings-QB-Duelle in Eagan
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Murray und McCarthy im direkten Vergleich: Vikings-QB-Duelle in Eagan

In Eagan trafen sich die Minnesota Vikings diese Woche zur zweiten OTA der Saison, und zum ersten Mal öffneten sie die Trainingsfelder für lokale Medienvertreter. Das sollte die große Chance für das angebliche Quarterback-Duell zwischen Kyler Murray und J.J. McCarthy werden. Beide bekamen gleich viel Zeit mit den mutmaßlichen Startern, beide warfen gegen die voraussichtliche First-Team-Defense. Auf dem Papier ein fairer Wettbewerb. Doch um einen echten Kampf um den Job zu haben, braucht man echte Unsicherheit darüber, wer der bessere Quarterback ist. Nach einem Tag im Mai ohne Pads und mit einigen drills im halben Tempo muss man ehrlich sagen: Der Abstand zwischen den beiden war deutlich.

Murray warf an diesem Nachmittag die besten Pässe der gesamten Session. Sein downfield touch war präzise, seine Wurftechnik makellos. McCarthy machte nichts grundlegend Falsches, aber die Unterschiede waren spürbar. Einer seiner wenigen Incomplete Passes ging flach zu einem Receiver und wurde von Cornerback Byron Murphy Jr. fast abgegriffen, obwohl hier eher zwei Receiver schuld waren, die viel zu nah beieinander liefen. Interessanterweise sagte Murray nach dem Training vier Worte, die mehr Gewicht hatten als viele seiner Würfe: "My confidence is unshakeable." Damit deutete er an, dass eine echte Konkurrenz hier vielleicht gar nicht existiert.

Der Unterschied wurde besonders deutlich in zwei Deep Passes auf Jordan Addison. McCarthy warf zunächst einen Ball tief die linke Seitenlinie runter. Der Ball kam mit einer Bogenflugbahn, die Addison zwang, sich noch anzupassen und eine spektakuläre Leaping Catch zu machen. Er rollte kurz vor der Endzone aus dem Feld. Minuten später warf Murray einen Deep Pass die rechte Seitenlinie runter, während Addison gerade einen halben Schritt Vorsprung auf James Pierre hatte. Der Ball kam perfekt in Addisons Schritt, während er mit voller Geschwindigkeit auf die Endzone zu sprintete. Er trat nach dem Catch aus dem Feld, aber in einem echten Spiel mit vollem Kontakt wäre das fast ein Touchdown gewesen. Beide Pässe waren Completions und großartige Gewinne, die das Team ins Red Zone gebracht hätten. Der entscheidende Unterschied: Einer zwang den Receiver zur Anpassung, der andere maximierte seine Chancen.

Nach der Trainingseinheit gab McCarthy zu Protokoll, dass er sich in der Offseason auf Ball Placement konzentriert habe. Seine Completion Rate von 57,6% über 10 Starts in der vergangenen Saison war ein Weckruf. Er sprach davon, dass er "den Ball in die richtigen Spots legen" wolle und dass er sich auf "Ball Placement für jeden Route gegen bestimmte Coverages" fokussiert. Das ist wichtig, denn für einen NFL-Quarterback geht es um mehr als nur gute Würfe: Leadership, Off-Schedule-Playmaking und das Vertrauen der Mannschaft sind ebenso entscheidend. McCarthy hat hier einen Vorteil durch seine persönlichen Verbindungen zu seinen Teamkollegen.

Ballports-Take: Für deutsche Fans, die die Vikings verfolgen, ist die Botschaft klar: Murray ist der etablierte Spieler mit deutlich mehr Erfahrung und Arm-Talent. McCarthy kann sich weiterentwickeln, aber das ändert nicht an der gegenwärtigen Realität. In der Fantasy Football Saison 2025 sollte man hier aufpassen, wenn Murray starten sollte, hat er das höhere Upside. McCarthy bleibt ein Risiko, auch wenn er vergangene Saison am Ende besser wurde. Die Vikings werden diese Tage im Mai genau analysieren, bevor sie ihre Entscheidung treffen.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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