Tom Izzo reagiert wütend auf Chaos an Michigan State
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Tom Izzo reagiert wütend auf Chaos an Michigan State

Tom Izzo verliert die Geduld. Der Trainer der Michigan State Spartans, seit 1995 im Amt und Nationalmeister von 2000, sitzt diese Woche im Presseraum und kann seine Frustration kaum noch verbergen. Der Grund: Michigan State verliert gerade seine gesamte Führungsebene, und Izzo macht keinen Hehl aus seiner Verachtung für das, was er als organisatorisches Versagen sieht.

Zuerst war Präsident Kevin Guskiewicz weg. Nach nur zwei Jahren verließ er die Universität Richtung Clemson. Izzo nennt das "ridiculous". Guskiewicz selbst hatte in einem Brief an die Michigan State Community geschrieben, dass ein "unhaltbarer Zustand" entstanden sei, hervorgerufen durch Konflikte im Board of Trustees und "selbst zugefügte" Probleme. Einige Vorstandsmitglieder hatten sich massiv gegen Initiativen gestellt, darunter die Spartan Ventures, eine unabhängige Gesellschaft, die der damalige Athletic Director J Batt aufgebaut hatte, um Sporteinnahmen zu steigern.

Zwei Wochen später folgte Batt seinem Chef nach. Der Athletic Director, ebenfalls erst ein Jahr im Amt, nahm die gleiche Position an der University of Kentucky an. "Es gibt andere Dominosteine, die fallen, wenn so etwas schiefgeht", sagte Izzo den Reportern. "Ich bin sehr verärgert darüber, und mir reicht es."

Die Vorstandsprobleme liefen schon länger. Kurz bevor Guskiewicz den Job in Clemson annahm, stimmten die Trustees für eine Verschärfung ihres Ethik-Kodex. Zwei Vorstandsmitglieder, Rema Vassar und Mike Balow, stimmten dagegen und wurden daraufhin gerügt.

Izzo, der nach 12 Jahren als Assistant Coach 1995 den Cheftrainer-Job übernahm, rief die gesamte Alumni-Basis auf, sich einzumischen. "Spartan Nation besser aufstehen, alle 600.000", sagte er deutlich sauer. Er sprach von Schande und Ekel. Seine Botschaft war klar: Das hier ist nicht nur ein Problem der Verwaltung, das ist ein Problem für alle, die Michigan State Basketball lieben.

Markierenwert für DACH-Fans: Izzo ist einer der stabilsten Trainer im College Basketball überhaupt, 29 Spielzeiten ohne Unterbrechung. Wenn selbst er dermaßen auf die Palme geht, dann bedeutet das etwas. Das signalisiert, dass es nicht um typische Uni-Politik geht, sondern um echte institutionelle Krise. Für Spieler, die Michigan State erwägen, ist das ein Warnsignal. Und für Fans, die das Programm folgen: Die nächste Saison könnte turbulent werden.

Originalquelle: ESPN / NCAAOriginal lesen →
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