Caitlin Clark brauchte nicht lange, um sich wieder ins Spiel zu finden. Nach einer Spielpause wegen einer Rückenverletzung kehrte die Playerin der Indiana Fever am Freitagabend zurück und führte ihr Team zu einem 90-82-Sieg gegen die Golden State Valkyries. Clark steuerte 22 Punkte und neun Assists bei, traf dabei vier Dreier. Für Indiana war es der dritte Sieg in Folge.
Aliyah Boston war an diesem Abend die zweite Säule des Fever-Offensivs. Die Center holte sich 20 Punkte und 16 Rebounds, eine Kombination die Golden State nicht beantworten konnte. Kelsey Mitchell sorgte mit 19 Punkten für zusätzliche Stabilität. Das Besondere: Mitchell war von der Freiwurflinie praktisch fehlerfrei, traf alle elf ihrer Versuche. Sophie Cunningham kam von der Bank und addierte 11 Punkte hinzu.
Die Valkyries kamen durch ihre Reserves zu Punkten. Tiffany Hayes warf 19 Punkte ein, Kaitlyn Chen 18. Veronica Burton trug 17 bei. Trotzdem reichte es nicht. Golden State hatte das zweite Viertel dominiert, mit einem 11-2-Run hatte sich das Team eine 44-37-Führung zur Halbzeit erarbeitet. Doch Clark und Boston drehten im zweiten Durchgang auf. Indiana traf 6 von 9 Dreiern und war von der Freiwurflinie nicht zu bremsen, 19 Treffer aus 26 Versuchen.
Der entscheidende Moment kam gegen Ende des Spiels. Indiana baute einen 10-Punkte-Vorsprung mit noch zweieinhalb Minuten auf dem Zeitlimit auf. Die Valkyries kamen zwar noch näher heran, schafften es aber nicht, den Rückstand auszugleichen. Am Ende war es Clark und Mitchells Sicherheit an der Freiwurflinie, die das Spiel entschied.
Im nächsten Spiel trifft Indiana auf Golden State zu einer Neuauflage dieser Partie. Der Termin: kommenden Donnerstag in San Francisco.
Ballports-Take: Für deutsche Fans, die den Fever folgen, ist Clarks Rückkehr ein positives Signal. Verletzungen können Momentum kosten, doch Clark zeigte sofort wieder, warum sie als eine der gefährlichsten Playerin der WNBA gilt. Mit neun Assists und vier erfolgreichen Dreiern demonstriert sie die Ballkontrolle, die den modernen Basketball ausmacht. Dass Indiana jetzt drei Spiele in Serie gewinnt, macht die Fever zu einer echten Playoff-Kandidatin. Die nächste Begegnung gegen Golden State wird zeigen, ob es kein One-Game-Wonder war.