WNBA und Spielerinnenverband einigen sich auf Millionen-Deal
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WNBA und Spielerinnenverband einigen sich auf Millionen-Deal

Nach acht Tage währenden Marathonverhandlungen in Manhattan haben sich die WNBA und die Women's National Basketball Players Association auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die beiden Parteien unterzeichneten die endgültige Langfassung des Abkommens am Freitag, nachdem Spielerinnen und Liga-Vorstand bereits im März grünes Licht gegeben hatten. Der Deal markiert einen Wendepunkt für Profisportlerinnen in den USA.

Das Abkommen läuft über sieben Jahre und kann nach der Saison 2031 von beiden Seiten aufgekündigt werden. Die zentrale Innovation: Erstmals in der Geschichte des Frauenprofisports gibt es ein umfassendes Revenue-Sharing-Modell. Das bedeutet, dass Spielerinnen direkt an den Einnahmen der Liga partizipieren. Konkret ermöglicht der Deal erstmals Einzelverträge im Millionen-Dollar-Bereich, was für WNBA-Standards revolutionär ist.

Neben den höheren Gehältern sichert die Vereinbarung Spielerinnen während der ersten drei Jahre des Vertrags kostenlose Unterkunft. Das adressiert ein langjähriges Problem, das gerade für weniger verdienende Athletinnen erhebliche finanzielle Belastungen mit sich brachte. Zusätzlich wurde das Leistungspaket erweitert, was bessere Versicherungen und weitere Zusatzleistungen umfasst. Die Liga betont, dass das Modell gleichzeitig wirtschaftlich nachhaltig ist und Eigentümer einen Weg zur Rentabilität haben.

Ballports-Take: Dieser Tarifvertrag sendet ein Signal über die Basketballwelt hinaus. Profisportlerinnen erhalten erstmals echte finanzielle Stabilität und Mitsprache. Für DACH-Basketball-Fans bedeutet das eine neue Qualität im internationalen Frauensport. Die WNBA wird dadurch attraktiver für talentierte Spielerinnen weltweit, was auch deutsche und österreichische Athletinnen Karrierechancen eröffnet. Die Revenue-Sharing-Struktur könnte Vorbild für europäische Ligen werden, wo Frauenbasketball bislang deutlich weniger Mittel erhält. Wer die WNBA bislang ignoriert hat, sollte das jetzt überdenken.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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