Die ifm Razorbacks Ravensburg haben ihre Antwort auf die Hinspiel-Niederlage gegeben. Vor 1.203 Zuschauern im Razordome dominierten die Oberschwaben die Pforzheim Wilddogs mit 28:10 und meldeten sich eindrucksvoll im Kampf um die Spitzenplätze der effect® Energy GFL zurück.
Die Ravensburger Offense unter Quarterback Broghean McGovern war von Beginn an hellwach. Bereits nach dem ersten Kickoff-Return von Alex Mashak bis zur Mittellinie marschierte die Offensive in Pforzheim-Gebiet vor. Die Defense der Gäste konnte zunächst standhalten, doch McGovern brauchte nicht lange für sein erstes erfolgreiches Drive. Mit einem präzisen Pass fand er Aniel Buße in der Endzone, die anschließend mehrere Verteidiger stehen ließ. Nach Tim Müllers Extrapunkt führten die Razorbacks 7:0.
Die Ravensburger Defense setzte parallel Standards. Ben Rashid brachte Drequan Harris früh zu Boden und zwang Pforzheim zum Punt. Samuel Mindham steuerte ebenfalls einen Sack bei. Die Gastgeber signalisierten Entschlossenheit auch spielerisch: McGovern orchestrierte einen ausgespielten Punt-Fake und sicherte seinem Team ein neues First Down. Die Wilddogs kamen zwar durch einen Pass auf Raymond Fragosa auf 7:7 heran, doch McGovern antwortete sofort. Erst Buße, dann Müller fangen seine Pässe in der Endzone. Nach dem PAT stand es 14:7 für Ravensburg zur Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel bauten die Razorbacks ihre Kontrolle aus. Buße brachte zwei Field Goals auf 17:7 und später 20:7. Die Defense blieb konzentriert und zog Harris immer wieder zu Sacks herunter. Rashid kam am Ende auf vier Quarterback-Sacks, Mindham auf zwei weitere. Im Schlussviertel beschäftigte sich Ravensburg auch mit dem direkten Vergleich: Nach der 18-Punkte-Niederlage im Hinspiel benötigte man einen Sieg mit mindestens 19 Punkten Unterschied. Anthony Harris Jr. fing die entscheidenden Touchdownpässe und die Two-Point-Conversion zum 28:7. Die Wilddogs erzielen nur noch ein abschließendes Field Goal zum 28:10-Endstand.
Interessanterweise gleichen sich die Spielergebnisse aus: Ravensburg verlor das Hinspiel mit 18 Punkten, gewann das Rückspiel mit genau 18 Punkten. Im direkten Vergleich entscheidet die Gesamtdifferenz erzielter und kassierten Punkte, wo Pforzheim derzeit vorne liegt. Das könnte im Saisonendspurt noch relevant werden. Für die Razorbacks steht nach einer spielfreien Woche am 19. Juli das nächste Heimspiel gegen die Straubing Spiders an.
Die Ravensburger haben in diesem Spiel tatsächlich ihren Rhythmus gefunden und damit die wichtigsten Fragen beantwortet. Die Offense funktionierte effizient mit McGovern im Rhythmus, die Defense erstickte Harris ab und übernahm die Kontrolle. Das 28:10 ist nicht nur ein verdienter Sieg, sondern auch ein starkes Signal im Titelrennen. Im Razordome war die Atmosphäre an diesem effect® ENERGY Gameday spürbar, die Fans trugen ihr Team lautstark nach vorne. So sieht Heimvorteil aus, und genau das braucht Ravensburg in den kommenden Wochen.