Wizards setzen auf BYU-Star Dybantsa an Position eins
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Wizards setzen auf BYU-Star Dybantsa an Position eins

Die Washington Wizards haben die Neuaufbau-Phase eingeleitet. Nach drei verheerenden Saisons, in denen das Team 200 Spiele verlor und zuletzt nur 17 Siege holte, nutzte die Franchise den ersten Pick des NBA-Drafts, um AJ Dybantsa von der Brigham Young University zu verpflichten. Der 19 Jahre alte Forward soll das Fundament für eine konkurrenzfähige Zukunft legen.

Dybantsa war von Anfang an der Favorit auf Position eins. Sein Konkurrent, der Kansas-Guard Darryn Peterson, fiel damit hinter ihm zurück. Der BYU-Freshman beeindruckte in seiner einzigen College-Saison mit 25,5 Punkten pro Spiel, dazu kamen 6,8 Rebounds, 3,7 Assists und 1,1 Steals. Seine Feldwurfquote lag bei 51 Prozent. Mit einer Körpergröße von 1,96 Metern kombiniert Dybantsa Athletik und Vielseitigkeit, die die Wizards für den nächsten Aufbauschritt brauchen.

Für Washington ist dieser Draft-Pick Teil eines mehrphasigen Plans, den Präsident Michael Winger und General Manager Will Dawkins entworfen haben. Die Dekonstruktionsphase, in der das Team gezielt schwach spielte, um Assets zu sammeln, ist vorbei. Nun folgen Fundament und Aufbau gleichzeitig. Im Sommer 2024 beschafften sich die Wizards bereits Trae Young und Anthony Davis. Der junge Kern bestand schon aus Alex Sarr, Kyshawn George, Tre Johnson, Will Riley, Bub Carrington und Bilal Coulibaly. Mit Dybantsta wird das Arsenal deutlich stärker.

Ehemaliger Wizards-Superstar John Wall, der den Draft-Pick als Vertreter des Teams beim Lotterie-Event beobachtete, sieht große Potenziale. Wall verglich Dybantsa mit dem legendären Tracy McGrady, lobte dessen Athletik und sein komplettes Skillset. Eine denkbare Taktik: Dybantsa auf der Small Forward-Position spielen lassen, George auf der Shooting Guard, und so eine lange, defensive Lineup neben dem kleineren Point Guard Young aufbauen. Mit George (1,98 m) und Dybantsa (1,96 m) hätte Washington tatsächlich eine ungewöhnlich große Aufstellung.

Die Wizards sind seit ihrer Playoff-Niederlage 2021 völlig vom Kurs abgekommen. Kein Sieg-Saison über 50 Spiele seit 1978-79. In den gut drei Jahren seit dem letzten Playoff-Auftritt haben die Wizards nur 120 von 410 Spielen gewonnen. Leonsis sagt, das Team habe "die Tools", um konkurrenzfähig zu werden. Dybantsa soll jenes Werkzeug sein, das den Umschwung beschleunigt.

Für deutsche Basketball-Fans und Fantasy-Player bietet Dybantsa einen spannenden Story-Arc: Ein athletischer Forward im Top-System der NBA, der in einem Young-Core um etablierte Profis eingefügt wird. Seine Chancen auf Spielzeit sind exzellent, ebenso wie sein Scoring-Potenzial in der Regular Season. Allerdings: Eine komplette Turnaround-Story braucht auch bei den reichsten Assets Zeit. Ob die Wizards in dieser Saison wirklich Playoff-Kandidat werden, hängt auch von Verletzungen, Chemistry und Coaching ab. Dybantsa ist das größte Puzzle-Teil, nicht automatisch die Lösung.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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