Johnson führt Michigan-Trio in die NBA-Lottery
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Johnson führt Michigan-Trio in die NBA-Lottery

Weniger als sechs Stunden nachdem die Dallas Mavericks Dusty May offiziell als ihren neuen Head Coach vorstellten, holten sie einen seiner früheren Spieler mit ihrem ersten Pick des NBA-Drafts. Mit der Nummer 9 wählten die Mavericks Morez Johnson Jr., einen 6-Fuß-9-Forward von Michigan. Johnson reunited sich damit mit May und wurde überraschenderweise der erste von drei Wolverines-Spielern in der Lottery.

Johnson absolvierte als Sophomore 40 Spiele und führte Michigan in der vergangenen Saison zur nationalen Meisterschaft. Er legte 13,1 Punkte und 7,3 Rebounds auf, nachdem er von der Illinois transferiert war, und etablierte sich als einer der Eckpfeiler der dominanten Defense von Michigan. Während des Pre-Draft-Prozesses galt Johnson lange als Pick am Ende der ersten Runde, doch in den letzten Wochen schoss sein Stock deutlich in die Höhe. Nach der Auswahl fragte ESPN Johnson nach Mays Einfluss auf die Entscheidung. "It's his second day", antwortete Johnson lachend. "Ich denke, er hatte einen kleinen Einfluss, aber nicht zu viel. Das ist verrückt, Mann. Wir haben noch viel Arbeit vor uns." Er ergänzte: "Dieser Moment bedeutet mir sehr viel. Dallas war immer ein Platz, an den ich gehen wollte, und es ist irre, dass ich tatsächlich zu Dallas gehe."

Zwei Picks später kam Yaxel Lendeborg mit der Nummer 11 zu den Golden State Warriors. Der New Jersey-Gebürtige, ein 6-Fuß-9-Forward, war ein Consensus All-American und erhielt Big Ten Player of the Year-Auszeichnungen nach Durchschnittswerten von 15,1 Punkten, 6,8 Rebounds und 3,2 Assists. Seine Karriere führte ihn von Arizona Western über UAB nach Michigan, wo May ihn vom Center zum Small Forward umschulen half und damit maßgeblich zu seiner Entwicklung als Lottery-Pick beitrug. "Every emotion possible", sagte Lendeborg im ESPN-Interview. "Ich verdiene es nicht, hier zu sein. Mein Weg war nicht traditionell. Ich kann es nicht glauben." Lendeborg widmete seinen Erfolg seiner Mutter, die Anfang dieses Jahres eine Krebsdiagnose erhielt. "That kid got here because of her", erklärte er im Fernsehen. "Sie trieb einen Traum voran. Sie zwang mich, in die Welt hinauszugehen und ein Mann zu werden. Ich hatte keine Wahl, als alles zu geben."

Unmittelbar nach Lendeborgs Selection kam Oklahoma City Thunder mit der Nummer 12 und wählte Aday Mara. Der 7-Fuß-3-Center aus Spanien war einer der technisch versiertesten Center des Draft-Jahrgangs und einer der besten Defensiv-Spieler in der College-Basketball-Saison. Nach zwei Jahren bei UCLA transferierte Mara zu Michigan und legte als Junior richtig los: 12,1 Punkte, 6,8 Rebounds und 2,6 Blocks im Schnitt, dazu Big Ten Defensive Player of the Year-Ehren. "Everything that I've done during my life since I was a kid, going to college, playing pro in Spain, all these things really helped me get where I'm at", sagte Mara nach der Selection. "I'm really happy that I did it."

Michigan ist damit die dritte amtierende nationale Meisterschaft, die seit 1985 drei Lottery-Picks produziert hat. Für deutsche Basketball-Fans ist diese Geschichte auch deshalb interessant, weil sie zeigt, wie schnelle Umbrüche im NBA-Coaching echte Player-Bewegungen antreiben können. Mays sofortiger Einfluss auf Dallas verdeutlicht, dass etablierte College-Trainer mit guten Beziehungen unmittelbar ihre Spieler-Netzwerke ins Franchise tragen. Lendeborg und Mara zählen zu den europäischen Talenten, die zunehmend die Aufmerksamkeit der NBA-Front-Offices auf sich ziehen. Wer diese Wolverines verfolgt, sollte beobachten, ob sich die Synergien um May in Dallas tatsächlich zu Teams-Erfolg verdichten.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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