Nicht jeder NBA-Star war die erste Wahl im Draft. Michael Jordan, Kobe Bryant, Kevin Durant und Giannis Antetokounmpo schafften es nie an die Spitze einer Draft-Klasse. Erst recht selten sind College-Programme, die mehrfach einen Nummer-1-Pick hervorbrachten. Die Geschichte des NBA-Drafts reicht bis 1947 zurück, und in dieser Zeit hat sich eine klare Hierarchie abgezeichnet.
Duke dominiert diese Liga der Elite-Unis. Die Blue Devils haben sechs Spieler als Nummer-1-Pick in den NBA-Draft entsandt: Art Heyman 1963, Elton Brand 1999, Kyrie Irving 2011, Zion Williamson 2019, Paolo Banchero 2022 und zuletzt Cooper Flagg 2025. Diese Dukes haben zusammen drei NBA Rookie of the Year Awards gewonnen und 13 All-Star-Selections erreicht. Fünf von ihnen wurden ins All-Rookie First Team gewählt. Nur Irving allerdings führte sein Team später zum NBA-Championship-Titel.
Kentucky folgt mit drei Nummer-1-Picks. John Wall 2010, Anthony Davis 2012 und Karl-Anthony Towns 2015 stammen alle von den Wildcats. Alle drei wurden ebenfalls ins All-Rookie First Team berufen. Towns erhielt 2016 sogar die Rookie of the Year-Auszeichnung. Davis gewann seinen Titel 2020 mit den Los Angeles Lakers, nachdem New Orleans ihn gedraftet hatte.
Dahinter öffnet sich das Feld deutlich. Sechzehn verschiedene Unis haben je zwei Nummer-1-Picks produziert. Cincinnati mit Oscar Robertson 1960 und Kenyon Martin 2000. Georgetown mit Patrick Ewing 1985 und Allen Iverson 1996. Houston mit Elvin Hayes 1968 und Hakeem Olajuwon 1984. Kansas mit Danny Manning 1988 und Andrew Wiggins 2014. LSU mit Shaquille O'Neal 1992 und Ben Simmons 2016. UCLA mit Kareem Abdul-Jabbar 1969 und Bill Walton 1974. North Carolina mit James Worthy 1982 und Brad Daugherty 1986. Michigan mit Cazzie Russell 1966 und Chris Webber 1993. Kansas State, Duquesne, Indiana, Maryland, Purdue, UNLV, Utah und West Virginia komplettieren diese Gruppe.
Einunddreißig weitere Unis haben genau einen Nummer-1-Pick hervorgebracht. Arizona mit DeAndre Ayton 2018. Georgia mit Anthony Edwards 2020. Memphis mit Derrick Rose 2008. Michigan State mit Magic Johnson 1979. Navy mit David Robinson 1987. Ohio State mit Greg Oden 2007. Oklahoma mit Blake Griffin 2009. Oklahoma State mit Cade Cunningham 2021. Wake Forest mit Tim Duncan 1997. Washington mit Markelle Fultz 2017. Die Liste zeigt, dass Draft-Erfolg nicht kontinuierlich ist. BYU wird 2026 seinen ersten Nummer-1-Pick mit AJ Dybantsa haben.
Für europäische Basketballfans bietet diese Übersicht eine wichtige Orientierung, wenn es um die Qualität von College-Programmen geht. Duke, Kentucky und die anderen Spitzenschulen sind nicht nur dominant in der NCAA, sie produzieren auch die kommenden NBA-Superstars. Wer NBA-Draft-Klassen verstehen will, sollte diese Uni-Namen kennen. Flaggs sofortiger Eintritt in Dukes illustre Nummer-1-Pick-Geschichte zeigt, dass die Blue Devils ihre Erfolgsformel nicht verloren haben.