A'ja Wilson bleibt in Hochform. Die Center der Las Vegas Aces erzielte gegen Portland Fire 32 Punkte und markiert damit ihr zweites Spiel in Folge mit mindestens 30 Punkten. Am Montag hatte Wilson Seattle mit 34 Punkten überwunden, jetzt legte sie nach. Zehn Treffer aus 20 Versuchen und elf von 13 Freiwürfen zeigen ihre Effizienz, wenn es zählt.
Doch das Highlight des Abends gehörte Chelsea Gray. Die Guard der Aces schoss sich gegen Portland in die WNBA-Geschichtsbücher: Neun Dreier in einem Spiel, das ist ein neuer Karrierebestwert für sie und gleichzeitig eine Bindung des WNBA-Rekords. Mit 2:35 Minuten verbleibend im vierten Viertel traf sie den neunten Dreier und besiegelte damit endgültig das Schicksal der Fire. Gray war 9 von 13 von jenseits der Drei-Punkte-Linie unterwegs, während Portland insgesamt nur 8 von 26 Versuchen traf. Ihre 29 Punkte machten sie zur Co-Hauptfigur des Aces-Offensivfeuersturms.
Die Las Vegas Aces gewannen 105-89 und bauten damit ihre Serie auf fünf Siege in Folge aus. Das Team spielt mit vier doppelstelligen Scorern und lässt Portland keine Chance. Jackie Young steuerte 18 Punkte, 10 Assists und acht Rebounds bei, NaLyssa Smith verwandelte 12 Punkte und holte zehn Rebounds. Stephanie Talbot grabschte zehn Rebounds für die Defensive Stabilität.
Las Vegas hatte im ersten Halbjahr eine 53-Prozent-Quote von der Zwei-Punkte-Linie und traf 8 von 13 Dreier. Die Verteidigung funktionierte, die Offensive lief. Mit einem 56-50-Vorsprung zur Halbzeit kontrollierte das Team das Spiel danach vollständig. Wilson allein erzielte 14 der ersten 16 Punkte des dritten Viertels und baute die Führung auf 72-60 auf. Die Fire kamen nie zurück.
Portlands beste Momente kamen von Carla Leite (18 Punkte) und Megan Gustafson (17 Punkte). Sarah Ashlee Barker und Bridget Carleton trugen 14 und 13 Punkte bei, aber gegen die Aces-Maschine reichte das nicht aus. Portland steht mit einer 6-8-Bilanz da, während Las Vegas (9-3) weiterhin eines der heißesten Teams der Liga ist. Nächster Test für die Aces: Minnesota zu Hause am Samstag. Die Fire empfangen Dallas.
Wilson und Gray zeigen hier, woran sich die besten Teams in der WNBA erkennen: breite Offensive Tiefe und einzelne Superstars, die im entscheidenden Moment treffen. Gray mit neun Dreiern ist ein Statement-Performance, kein statistisches Glück. Für deutsche Basketball-Fans ist die Aces-Dominanz ein Lehrstück, wie moderne Women's Basketball aussieht: Tempo, Ballbewegung und Elite-Shooting. Wilson, die mittlerweile 16. auf der All-Time-Scoring-Liste und 14. auf der Rebounding-Liste der WNBA steht, bleibt eine der prägendsten Spielerinnen der Liga. Ihre Konsistenz über 30+ Punkte pro Spiel ist auf internationalem Niveau bemerkenswert.