Die New York Knicks stehen vor dem größten Moment ihrer Saison. Mit einer 3:1-Führung in der Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs können sie in Spiel fünf bereits alles entscheiden. Das Duell findet Samstagabend in San Antonio statt, wo die Spurs mit ihrer beeindruckenden Heimstatistik von 32:8 Siegen eigentlich unschlagbar wirken. Doch die Knicks haben ihre Gegner in dieser Serie bislang dominiert.
Jalen Brunson ist der Hauptgrund für New Yorks bisherigen Erfolg. In Spiel vier scorte der Knicks-Spielmacher 36 Punkte beim 107:106-Sieg in San Antonio und bewies damit, dass er auch unter Druck liefert. Über die gesamte Saison hinweg legt Brunson 26.0 Punkte pro Spiel auf, dazu kommen 6.8 Assists. OG Anunoby hat in den letzten zehn Spielen mit 53.3 Prozent Feldwurfquote geworfen und 16.0 Punkte gemacht. Diese beiden bilden das Rückgrat einer Knicks-Offensive, die in den letzten zehn Spielen 48.1 Prozent ihrer Würfe traf und dabei 115.5 Punkte pro Spiel auflegte.
Auf der anderen Seite müssen die Spurs ihr Team um die Supertalente Victor Wembanyama und Devin Vassell neu erfinden. Wembanyama wirft mit 51.2 Prozent und scoret durchschnittlich 25.0 Punkte, während Vassell zuletzt im Schnitt 3.0 Dreier pro Spiel machte. Stephon Castle orchestriert das Spiel mit 7.4 Assists pro Partie. Doch San Antonios jüngste Form bereitet Sorgen. In den letzten zehn Spielen gewannen die Spurs nur vier und verloren sechs Partien, während die Knicks in diesem Zeitraum nur eine Niederlage kassierten.
Die Statistiken spielen Brunson und den Knicks in die Karten. New York erlaubt den Gegnern im Saisonverlauf 46.0 Prozent Feldwurfquote, San Antonio trifft aber 48.3 Prozent. Gleichzeitig scoret New York durchschnittlich 5.0 Punkte mehr pro Spiel als die Spurs zulassen können. Die Knicks haben auch unterwegs in der Serie bewiesen, dass sie funktionieren. Mit einer 23:19-Bilanz auf fremdem Parkett sind sie nicht anfällig für Heimvorteil-Effekte. San Antonio dagegen braucht diese Serie, um aus ihrer schwachen Phase zu kommen. David Jones Garcia fehlt den Spurs seit Saisonbeginn durch eine Knöchelverletzung, ein Ausfall, den sie nicht kompensieren konnten.
Für die Knicks geht es jetzt um die Krönung einer starken Saison. Sie beendeten die Hauptrunde mit 53:29 Siegen auf Platz drei der Eastern Conference. Ein Sieg in Spiel fünf würde bedeuten, dass Brunson und Co. zum ersten Mal seit langem wieder NBA-Champion wären. Die Spurs hingegen, die mit 62:20 Siegen in die Finals gingen, müssen zeigen, dass ihre individuelle Qualität unter Druck reicht. Bislang hat die Serie eine klare Antwort gegeben.