Die Los Angeles Sparks reisen zu den Phoenix Mercury, nachdem Nneka Ogwumike die Sparks mit 24 Punkten zum 88:83-Sieg über Seattle Storm geführt hat. Das Spiel findet Samstag um 22 Uhr EDT statt.
Ogwumike dominierte gegen die Storm und zeigte, worauf sich Phoenix einstellen muss. Die Sparks sind in der Western Conference mit einer 4:3-Bilanz deutlich erfolgreicher unterwegs als die Mercury mit 3:6. Los Angeles punktet im Schnitt 88,7 Punkte pro Spiel, während Phoenix nur 85,1 Punkte zulässt. Das klingt nach einer engen Partie, doch die Sparks haben die bessere Form.
In den letzten zehn Spielen zeigt sich das Kräfteverhältnis noch deutlicher. Die Sparks gewannen sechs ihrer letzten zehn Partien und schießen dabei bemerkenswert effizient mit 47,2 Prozent aus dem Feld. Phoenix dagegen siegte in dieser Phase nur zweimal bei acht Niederlagen und erlaubte den Gegnern durchschnittlich 85,9 Punkte pro Spiel. Die Mercury kämpfen derzeit mit ihrer Offensive, die nur 77,8 Punkte pro Spiel einbringt.
Alyssa Thomas ist die Hauptstütze der Mercury mit 14,8 Punkten im Schnitt und 7,2 Rebounds. Kahleah Copper zeigte in den letzten zehn Spielen Besserung und kommt auf 15,1 Punkte. Bei den Sparks ist Dearica Hamby mit 15,1 Punkten und acht Rebounds pro Spiel der Motor, während Kelsey Plum in der jüngsten Form mit 17,1 Punkten pro Spiel auftrumpft.
Die Teams kennen sich bereits. Im ersten Saisonduell am 22. Mai gewannen die Sparks deutlich mit 97:88. Hamby führte damals mit 27 Punkten an, Thomas antwortete mit 23 für Phoenix. Ogwumike verpasste dieses Spiel nicht aus den Augen. Sie stellt defensiv eine Last dar, die die Mercury schwer decken können. Die 6,4 defensiven Rebounds pro Spiel zeigen, dass Ogwumike auch im Rebound-Spiel präsent ist.
Phoenix hat ein Problem bei den Dreiern. Mit 7,4 erfolgreichen Würfen pro Spiel von der Dreilinie liegt Phoenix nur 0,6 Versuche hinter Los Angeles' Defensive, die 8,0 Dreier pro Spiel zulässt. Das bedeutet, Phoenix muss präzise von außen treffen, um sich nicht völlig abhängen zu lassen. Doch mit nur 40,8 Prozent Feldwurfquote in den letzten zehn Spielen fehlt Phoenix die Konstanz.
Die Mercury fehlt Sami Whitcomb wegen einer Knieverletzung. Das ist ein Ausfall, den Phoenix in dieser Phase nicht verschmerzen kann. Die Sparks hingegen melden keine Verletzungsausfälle.
Die Sparks haben gegen Phoenix alle Argumente auf ihrer Seite. Sie treffen besser, rebound besser und haben deutlich bessere Formen hingelegt. Ogwumike wird wieder eine Schlüsselrolle spielen, sowohl offensiv als auch defensiv. Phoenix muss eine große Leistung abrufen, um das Blatt zu wenden.
Für DACH-Basketball-Fans lohnt sich ein Auge auf Ogwumike. Sie spielt auf einem Level, das typisch für WNBA-All-Star ist, und zeigt, wie Zwei-Wege-Spielerinnen das Spiel prägen. Die Sparks sind auch ein Team, das schnelle, präzise Basketball spielt. Wer verstehen möchte, wie moderner US-Basketball funktioniert, findet bei diesen Sparks gutes Material.