Burrow lobt Bengals: Das beste Team meiner Karriere
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Burrow lobt Bengals: Das beste Team meiner Karriere

Joe Burrow hatte sich das anders vorgestellt. Nach einer 6:11-Saison, in der eine Zehenverletzung ihn neun Spiele lang ausfallen ließ und die Defensive kollabierte, hätte der Quarterback der Cincinnati Bengals Grund gehabt, pessimistisch zu sein. Stattdessen strahlte er bei seiner Pressekonferenz am Mittwoch Zuversicht aus. Die Bengals hätten einen Kader zusammengestellt, der das Beste darstelle, was er in seinen sieben Jahren in Cincinnati erlebt habe. Sogar besser als das Team, das nach der Saison 2021 zum Super Bowl LVI marschiert war.

Die Umbrucharbeiten waren radikal. Duke Tobin und die Personalausstattung der Bengals holten Boye Mafe von den Seattle Seahawks, einen Edge Rusher, der drei Jahre und 60 Millionen Dollar Garantien erhält. Safety Bryan Cook kam von den Kansas City Chiefs für über 40 Millionen Dollar über drei Jahre. Das war noch nicht alles. Die spektakulärste Aktion war der Trade: Cincinnati gab Pick Nummer 10 an die New York Giants ab, um sich die Rechte an Defensive Tackle Dexter Lawrence II zu sichern. Lawrence bekam danach sofort eine Vertragsverlängerung um ein Jahr und 28 Millionen Dollar.

Burrow war begeistert von diesem Move. Er halte es für unmöglich, mit Pick 10 in einem normalen Draft jemanden zu finden, der einen größeren Impact habe als Lawrence, sagte der Quarterback. Alle neuen Spieler waren bereits bei den freiwilligen Workouts anwesend, die Cincinnati in der zweiten Phase durchführte. Das war Burrow wichtig zu erwähnen. Er hatte nach der letzten Saison keine klassische Debriefing-Sitzung mit der Front Office gehabt, aber er blieb in ständiger Kommunikation mit Tobin und dessen Team, während der Kader neu zusammengesetzt wurde.

Für Burrow ging es nicht nur um Einzeltransfers. Es ging um eine Mentalität. "Wir haben Jungs, die wirklich hart arbeiten, um sich selbst in Position zu bringen, nach unserem Standard zu spielen", sagte der QB. "Das haben wir ein paar Jahre lang nicht geschafft. Deswegen haben wir Spieler geholt, die das schon gemacht haben, die ihren Standard haben und diesen leben werden." Besondere Hoffnung setzt Cincinnati auf die Defensive Line und auf die Entwicklung junger Linebacker wie Demetrius Knight II und Barrett Carter. Nach drei Jahren ohne Playoffs soll jetzt wieder der Weg dorthin führen.

Burrow nutzte die mehr als 20 Minuten lange Pressekonferenz auch für persönliche Ziele. Er wolle den Franchise-Rekord für Touchdowns brechen, der derzeit Andy Dalton hält. Wenn Burrow in dieser Saison 48 Touchdowns wirft, hat er den Rekord. Aber das war nicht sein größtes Ziel. "Wir werden dieses Jahr viele Spiele gewinnen, großartig spielen und einen Super Bowl gewinnen", sagte Burrow.

Ballports-Take: Die Bengals haben ernst gemacht, und Burrow sendet damit ein klares Signal: Cincinnati will nicht nur zurück in die Playoffs, sondern konkurriert auf höchster Ebene. Die Trades und Signings sind für die NFL ambitioniert, besonders der Lawrence-Deal mit der Aufgabe von Pick 10. Das zeigt, dass Burrow in dieser Organisation auf hohem Niveau arbeiten kann. Für deutsche Fans ist das interessant, weil es demonstriert, wie moderne NFL-Teams ihre Chancen zeitlich konzentrieren, wenn ein Star-QB im besten Alter ist. Burrow ist nicht mehr jung und hungrig, er ist jetzt ein etablierter Anführer mit Super-Bowl-Erfahrung. Das macht die kommende Saison für Cincinnati zur absoluten Win-now-Kampagne.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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