Charvarius Ward kehrt zu den Colts zurück
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Charvarius Ward kehrt zu den Colts zurück

Indianapolis - Charvarius Ward stand kurz davor, das American Football aufzugeben. Nach zwei Jahren voller persönlicher Tragödien und Verletzungen hatte der Cornerback der Indianapolis Colts einen Ausstieg aus der NFL erwogen. Dann kam die Umkehr. Ward hat sich selbst wieder gefunden und wird 2026 für die Colts spielen, weil er sagt, dass es ihm mental wieder besser geht.

Die letzten beiden Jahre haben Ward an den Rand getrieben. 2024 verlor er seine Tochter Amani Joy, sie war 23 Monate alt und starb an Herzproblemen. Die Trauer zog sich in die gesamte vergangene Saison, in der Ward zweimal hintereinander wegen schwerer Gehirnerschütterungen auf die Injured Reserve musste. In insgesamt nur sieben Spielen kam er zum Einsatz, das niedrigste seiner Karriere.

Ward hat in diesen Monaten mit depressiven Episoden gekämpft. Besonders während des Trainings im Sommer letzten Jahres, als er in Indianapolis weit weg von seiner Familie in Texas war, wurde es kritisch. Seine Verlobte Monique Cook wollte nach der Tragödie in der Nähe ihrer Familie bleiben, Ward musste sich hunderte Kilometer entfernt selbst durchkämpfen. Die Gehirnerschütterungen, die ihn während der Saison trafen, verschärften die Situation weiter. Nach dem Saison-Ende äußerte er öffentlich, über einen Rücktritt nachzudenken. Das Risiko für sein Gehirn schien das Risiko für seine Familie nicht mehr wert zu sein.

Am Mittwoch, bei seinem ersten Interview seit der Rückkehr zum Training, präsentiert sich Ward in deutlich stabilerer Verfassung. Sein Fokus hat sich verschoben. Seit die Geburt seines 17 Monate alten Sohnes Charvarius Jr., der aussieht wie sein Klon, hat Ward wieder Freude und Perspektive. Seine Familie wird ihn in dieser Saison begleiten, nicht in Texas bleiben. Das macht für Ward den entscheidenden Unterschied. "Ich habe gerade an mir selbst gearbeitet, und ich wollte meine Karriere nicht so beenden, wie ich die letzte Saison beendet habe," sagte Ward.

Die Rückkehr ist auch für die Colts-Defense bedeutsam. Ward und Star-Cornerback Sauce Gardner sollen endlich zusammenspielen. Letzten Saison kamen sie zusammen auf gerade ein komplettes Spiel. Jetzt haben sie eine neue Chance. Ward sieht das Potenzial deutlich: "Ich denke, wir können eine der besten Secondaries im ganzen Spiel sein."

Ballports-Take: Wards Geschichte ist eine der wenigen NFL-Narrativen, die über Football hinausgehen und bleiben. Dass er nach derart persönlichen Krisen zurückkommt, zeigt mentale Stärke, die auf dem Feld nichts wert ist, aber alles über den Menschen sagt. Für Colts-Fans heißt das: Mit Gardner und Ward in voller Gesundheit könnte die Secondary tatsächlich eine Waffe werden. Fantasy-relevant ist Ward damit wieder, aber die größere Frage bleibt die Gesundheit seiner Gehirnerschütterungen. Wer ihn draftet, muss dieses Risiko kennen und akzeptieren.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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