Caitlin Clark wird das Spiel der Indiana Fever gegen die Los Angeles Sparks am Samstag verpassen. Trainer Stephanie White gab die Absage am Freitag bekannt, nachdem die Superstar-Guard bereits in der dritten Partie des Spiels gegen die Phoenix Mercury am Mittwoch mit Rückenbeschwerden raus musste.
Das Rückenleiden zieht sich durch die gesamte Saison. Im Mai zwang es Clark bereits zu einer Spielabsage, danach stand sie mehrfach mit Fragezeichen in der Startaufstellung. White betonte, dass Clark selbst "in Ordnung" sei, gab aber keine Prognose ab, ob die Guard weitere Partien ausfallen wird. Stattdessen setzt die Fever auf die zeitliche Komponente: Nach dem Sparks-Spiel folgt eine Freiausfallwoche für Indianapolis. Das nächste Spiel steigt erst am 5. Juli gegen die Las Vegas Aces. Diese Pause soll Clark die nötige Zeit für intensivere Behandlung geben.
White machte klar, dass die langfristige Gesundheit ihrer Spielmacherin oberste Priorität hat. Clark kommt in dieser Saison auf beachtliche 21,2 Punkte pro Spiel im Schnitt, dazu 8,2 Assists und 4,0 Rebounds. Das ist ihre beste Punktequote bislang. Die Zahlen zeigen, wie wichtig sie für Indianas Erfolg ist. Im Vorjahr hatten Verletzungen sie auf nur 13 Einsätze beschränkt, daher die Vorsicht diesmal.
Für deutsche Basketball-Fans, die Clark seit ihrer Rookie-Saison verfolgen, war das Comeback in dieser Form ein Hoffnungszeichen. Jetzt zeigt sich: Ihre körperliche Belastbarkeit bleibt fragil. Es ist das klassische Dilemma talentierter Spieler, die zu früh zu viel tragen müssen. Wenn die Fever jetzt Geduld haben und Clark wirklich heilen lassen, könnte sie den zweiten Teil der Saison voller durchziehen. Sprinten bis zur Erschöpfung wäre jetzt das falsche Signal.