Commanders suchen ihre zweite Top-Receiverin neben McLaurin
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Commanders suchen ihre zweite Top-Receiverin neben McLaurin

Washington braucht dringend Klärung auf der WR2-Position. Seit der letzten Saison klopft das Team an mehreren Türen an, weil klar ist: Terry McLaurin kann nicht allein die Offense tragen. Die Frage ist nur, wer neben ihm spielen soll.

Es gibt drei Wege, die die Commanders gehen könnten. Erstens: Extern kaufen. Brandon Aiyuk von den San Francisco 49ers wäre ein Traum-Szenario, falls er überhaupt verfügbar wird. Stefon Diggs ist bereits ein Free Agent und sofort einsatzbereit. Zweites Szenario: Intern entwickeln. Rookie Antonio Williams aus dem dritten Draft-Round soll sich schnell beweisen. Dritte Option: Mit den vorhandenen Spielern leben und die Angebote von außen ignorieren.

General Manager Adam Peters und sein Team wissen, dass Washingtons andere Receiver zu unerprobt sind, um eine echte Nummer zwei zu sein. Ein stabiler zweiter Empfänger ist aber nicht verhandelbar, wenn man mit Jayden Daniels im ersten Jahr konkurrieren will. Neu-Coordinator David Blough wird vermutlich häufig mit zwei oder drei Tight Ends spielen, was die Belastung auf der WR-Position reduziert. Die Commanders signierten ja bereits Tight End Chig Okonkwo im Free Agency. Aber völlig ohne eine bewährte zweite Option geht es nicht.

Wie wichtig diese Frage ist, zeigt ein Blick zurück: Vor zwei Jahren hatte Washington dieselbe Konstellation. Die Lösung kam aus zwei Quellen. Olamide Zaccheaus, den sie holten, fing 45 Pässe (35 mehr als im Jahr davor in Philadelphia). Noah Brown kam eine Woche vor Saisonstart als Signing dazu und fing 35 Passes. Es war Stückwerk, aber es funktionierte. Jetzt sollen die Optionen prominenter sein. Ob das reicht, ist die zentrale Frage des Winters für Washington.

Brandon Aiyuk wäre die goldene Lösung. Von 2022 bis 2023 fing er 153 Pässe für 2.357 Yards und 15 Touchdowns. Nach der 2023-Saison wurde er zum Second-Team All-Pro gewählt. Doch es gibt mehrere Haken. Erstens: Er ist gar nicht verfügbar. Am 20. Oktober 2024 riss er sich ACL und MCL, seitdem hat er nicht gespielt. Zweitens: Er hat sich mit den 49ers überworfen. San Francisco hatte ihm 27 Millionen Dollar an garantiertem Geld für 2026 vorenthalten, nachdem er sich nicht zu erforderlichen Reha-Sessions meldete. 49ers-GM John Lynch sagte öffentlich, Aiyuk werde nie wieder für San Francisco spielen. Gleichzeitig hält der Team ihn, um zu sehen, ob noch ein Trade-Angebot kommt.

Weil Aiyuk auf der Reserve/Did Not Report-Liste steht, zählt sein Cap Hit von 27 Millionen nicht gegen die 49ers, es sei denn, er ist zum Start der Saison noch auf dem Roster. Würde San Francisco ihn früher freigeben, um einem NFC-Rivalen zu helfen? Wahrscheinlich eher nicht. Washington könnte aber warten. Ein großer Vorteil: Peters war von 2020 bis 2023 Assistant GM bei den 49ers und kennt Aiyuk bestens. Und Jayden Daniels spielte ein Jahr mit Aiyuk an der Arizona State, sie sind sich eng. Ran Carthon, ehemaliger GM der Tennessee Titans und ebenfalls drei Jahre in San Francsicos Front Office, sagte, er hätte kein Problem damit, Aiyuk zu unterschreiben. "Besonders wenn man ihn kennt, was Adam hat, dann kennt man das Gute, das Schlechte und das Hässliche", sagte Carthon jetzt im CBS Sports.

Das Problem: Wenn Aiyuk erst Ende August verfügbar wird, dann hat er fast zwei Jahre nicht trainiert oder gespielt. Dazu kommt eine neue Offense zum Lernen. Für einen Trainer-Staff, der um seine Zukunft kämpft, ist das ein enormes Risiko. Die Zeit ist kostbar.

Ballports-Take: Aiyuk wäre die beste Lösung, aber die realistische nicht. Die 49ers haben keinen Grund, Washington zu helfen, und Aiyuk könnte zum Start der Saison gar nicht spielbereit sein. Stefon Diggs als Free Agent ist deutlich direkter verfügbar, wäre aber älter und möglicherweise teurer. Antonio Williams als Rookie-Entwicklung ist spannend, aber spekulativ. Für deutsche Fans, die Washington mit Daniels verfolgen: Die nächsten Wochen entscheiden, ob Jayden seinen zweiten Target hat oder improvisieren muss. Das beeinflusst auch seinen Fantasy-Wert massiv.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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