Wembanyama antwortet mit Gala-Auftritt gegen Minnesota
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Wembanyama antwortet mit Gala-Auftritt gegen Minnesota

Victor Wembanyama ließ die Feldverweis aus Game 4 schnell vergessen. Mit 27 Punkten, 17 Rebounds, 5 Assists und 3 Blocks führte der San Antonio Spurs die Minnesota Timberwolves mit 126-97 ab und schnürte sich eine 3-2-Führung in der Serie. Damit sicherte sich der 22-Jährige einen historischen Eintrag: Er ist der drittjüngste Spieler der NBA-Historie, dem ein solches Stat Line in einem Playoff-Spiel gelang. Nur Magic Johnson (20) und Luka Doncic (21) waren noch jünger, wenn sie diese Marken erreichten.

Das Game stand unter dem Schatten von Wembanyamas unsportlichem Foul vom Sonntag. Im zweiten Quarter hatte er Naz Reid mit einem Ellbogenschlag in die Kehle getroffen und war daraufhin mit einer Flagrant 2 vom Platz gestellt worden. Die physische Gangart setzte sich fort: Reid bekam kurz darauf ein technisches Foul, weil er Wembanyama in den Rücken schubste. Doch statt sich ablenken zu lassen, setzte Wembanyama ein Statement. Bereits im ersten Quarter war er 6 für 8 aus dem Feld und 2 für 3 von der Drei-Punkte-Linie unterwegs, erzielte 18 Zähler in den ersten zwölf Minuten.

"Ich war frisch, fühlte mich gut", sagte Wembanyama nach der Partie. "Es war einfach Game 5. Natürlich bin ich aufgeregt, habe Schmetterlinge im Bauch. Aber das ist in diesem Stadium der Playoffs nichts Ungewöhnliches." Keldon Johnson unterstützte ihn mit 21 Punkten, De'Aaron Fox steuerte 18 bei, Stephon Castle 17. Die Spurs benötigen nur noch einen Sieg, um die Western Conference Finals zu erreichen. Game 6 findet am Freitag in Minneapolis statt.

Minnesota kam nicht in Tritt. Anthony Edwards beschränkte sich in der ersten Halbzeit auf 8 Punkte, endete bei 20. Julius Randle und Jaden McDaniels addierten je 17. Der Wendepunkt kam im dritten Quarter: Die Timberwolves starteten mit einem 14-2-Lauf und glichen bei 61 Punkten an, nachdem sie in der ersten Halbzeit noch 18 Zähler zurückgelegen hatten. Doch San Antonio behielt die Kontrolle. Drei Mal versuchten die Timberwolves, Wembanyama mit Alley-Oops zu überraschen, dreimal tippten sie den Pass ab, bevor er den 2,13-Meter-Mann erreichte.

Trainer Chris Finch der Timberwolves gab zu Protokoll: "Wir sind vom Plan abgewichen, was funktioniert hat. Unsere Defense war einfach zusammengebrochen. Wir haben in den letzten sechs Minuten des dritten Quarters 30 Punkte kassiert." San Antonio hielt Minnesota unter 100 Punkten - das fünfte Mal in zehn Playoff-Spielen.

Ballports-Take: Wembanyama zeigt, warum die Spurs trotz ihres langen Ausfalls wieder um eine Elite-Platzierung spielen. Der 22-Jährige beißt sich in den Playoffs fest, lässt sich von Feldverweisen nicht aus der Ruhe bringen und dominiert auf beiden Seiten des Platzes. Für DACH-Fans, die den jungen Franzosen verfolgen, ist das beruhigend: Er hat die mentale Stabilität, um unter Druck zu liefern. Die Spurs können sich am Freitag in Minneapolis zum Conference-Finale schiießen - und Wembanyama dürfte eine Schlüsselrolle spielen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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