NFL blockiert Sorsby und sendet klares Signal
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NFL blockiert Sorsby und sendet klares Signal

Die NFL wird in diesem Jahr keine Supplemental Draft abhälten. Das ist eine unmissverständliche Absage an Brendan Sorsby, den Quarterback der Texas Tech Red Raiders, der versucht hatte, eine NCAA-Sperre wegen Glücksspielverstößen durch einen sofortigen Sprung in die Profiliga zu umgehen.

Sorsby hatte zwischen 2020 und 2024 etwa 9000 Wetten platziert, während er für Indiana, Cincinnati und zuletzt Texas Tech spielte. Darunter waren mindestens 40 Wetten auf Spiele der Hoosiers, bei denen er selbst Teil des Teams war. Im Frühling 2024 sperrte die NCAA den 22-Jährigen daraufhin dauerhaft. Doch dann kam es zu einer überraschenden Wendung: Ein Richter in Lubbock County gewährte Sorsby eine einstweilige Verfügung gegen die NCAA. Der Quarterback argumentierte, die Sperre würde seine mentale Gesundheit gefährden, und bezeichnete seine Glücksspielsucht als medizinische Erkrankung, für die er nicht bestraft werden dürfe. Das Urteil hätte ihm möglicherweise erlaubt, die Saison 2026 zu spielen.

Dieser Richterspruch löste einen massiven Backlash aus. Staatsanwälte aus verschiedenen Bundesstaaten schrieben scharfe Briefe, die Big 12 Conference forderte ein richterliches Urteil zur eigenen Bestrafung, und es gab Drohungen, alle Sports-Teams der Red Raiders von Spielplänen zu streichen. Texas Tech lenkte schließlich ein, und Sorsby suchte nach einem anderen Weg. Er beantragte bei der NFL, eine Supplemental Draft abzuhalten, um noch in der kommenden Saison spielen zu können.

Die NFL lehnte ab. In ihrem Brief an Sorsby machte die Liga deutlich, dass sie das alleinige Ermessen über die Abhaltung einer Supplemental Draft hat. Die Petition sei nur drei Arbeitstage vor Fristablauf eingereicht worden, ohne unterstützende Informationen oder Dokumentation. "Die einzigen Gründe, die genannt werden, sind, dass Sie von der NCAA als ineligibel erklärt wurden, alle Ihre Möglichkeiten in der NCAA ausgeschöpft haben und jetzt in der NFL spielen möchten", schrieb die Liga trocken. "Das reicht nicht aus, um unsere Pläne zu ändern."

Mit dieser Entscheidung unterstreicht die NFL eine grundsätzliche Botschaft: Die Teilnahme am professionellen Football ist ein Privileg, das mit erheblichen Verantwortungen kommt, einschließlich Rechenschaftspflicht. Sorsby kann frühestens beim Draft 2027 in die Liga einsteigen. Das sollte jedem College-Athleten als Warnung dienen. Die Versuchung von Promo-Codes und Wett-Apps ist groß, die Konsequenzen aber sind real und lassen sich nicht einfach umgehen.

Für deutsche Football-Fans ist dieser Fall eine Erinnerung daran, wie ernst die US-amerikanischen Ligen Wettkampfintegrität nehmen. In der ELF und der GFL wird das Thema Glücksspiel ebenfalls intensiv diskutiert, doch solch drastische konsequenzen wie eine mehrjährige Sperre mit Blockade aller Escape-Routen sind hierzulande noch nicht Realität geworden. Sorsby zeigt, dass auch die größten Talente nicht vor Konsequenzen gefeit sind, wenn sie gegen grundlegende Regeln verstoßen. Für Prospects mit Ambitionen auf den NFL Draft ist das eine klare Warnung: Es gibt keinen Weg vorbei.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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