Green Bay vor Trainingslager: Vier große Fragen
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Green Bay vor Trainingslager: Vier große Fragen

GREEN BAY - Matt LaFleur hat seine Veteranen eine Woche früher aus dem Offseason-Programm entlassen. 47 Tage Zeit zum Regenerieren, bevor am 27. Juli die Rookies und am 28. Juli die etablierten Spieler zum Training Camp zurückkehren. Der Packers-Coach betont, dass diese Woche nicht zur vollständigen Auszeit werden darf. "Wir haben eine wirklich solide Grundlage, aber das zählt nicht, wenn wir diese 47 Tage nicht optimal nutzen", sagte LaFleur beim letzten Tag des Mandatory Minicamps. "Was die Jungs in dieser Zeit leisten, wird sich im Training Camp zeigen. Sie müssen in jedem Bereich Gas geben: mental, physisch, psychologisch."

Doch am Ende des Offseason-Programms gab es noch offene Baustellen. 17 Spieler befanden sich in der Rehab-Gruppe, fast 20 Prozent des Offseason-Kaders. Elf davon sollten entweder Starter oder wichtige Rotationsspieler werden. Auf der Defensive Line sind Micah Parsons, Benjamin St-Juste, Isaiah McDuffie, Warren Brinson, Devonte Wyatt und Javon Hargrave betroffen. In der Offensive Line fehlen Aaron Banks und Zach Tom, während Tight Ends Tucker Kraft und Luke Musgrave sowie Return Man Skyy Moore ebenfalls mit Beschwerden kämpfen.

Parsons wird die gesamte Vorbereitung auf der Physically Unable to Perform Liste starten und dürfte die ersten vier Saisonspiele verpassen. Bei anderen Spielern ließ sich LaFleur nicht in die Karten schauen, bestätigte aber, dass es "potentiell" weitere Ausfälle geben könnte. Tom, der sich von einer Patella-Sehnenverletzung erholt, signalisierte Optimismus. "Es war kein vollständiger Riss, eher eine Teilverletzung. Sie mussten etwas Gewebe entfernen und jetzt muss ich das Gewebe wieder aufbauen", erklärte der Tackle. "Ich will beim Start des Camps vollständig fit sein, aber ich brauchte die Freigabe vom Arzt. Es hängt davon ab, wie ich mich Ende nächsten Monats fühle."

Die Pass Rush ist das größte Fragezeichen. Parsons fehlt zum Saisonstart, Rashan Gary wurde zu den Dallas Cowboys getradet und Kingsley Enagbare unterschrieb bei den New York Jets. Diese drei Spieler waren für 22 der 36 Sacks und 56 der 106 Quarterback Hits der vergangenen Saison verantwortlich. Lukas Van Ness, ein unterperformender ehemaliger First-Round-Pick mit nur 1,5 Sacks und sieben QB Hits im Vorjahr, und der zweijährige Barryn Sorrell mit 1,5 Sacks und drei QB Hits bekamen beim Minicamp die meisten Reps an der Edge. Der Rookie-Pick Dani Dennis-Sutton zeigte in den Non-Padded-Trainings Ansätze bei der Pass Rush. Auch die Rückkehrer Brenton Cox Jr. und Arron Mosby bekamen bedeutende Chancen. Parsons selbst meint, dass Van Ness Potenzial hat.

Wer in Green Bay diese Saison die Packer-Fans verfolgt, muss mit Veränderungen in der Edge-Rush-Production rechnen. Der Ausfall von Parsons für vier Spiele trifft zur falschen Zeit, und die Verletzungen in der Offensive Line könnten früh Probleme schaffen. Van Ness bekommt eine konkrete Gelegenheit, seinen Draft-Status zu rechtfertigen, was ihn zu einem Spieler macht, den deutsche Fantasy-Enthusiasten auf dem Radar haben sollten. Wie Green Bay diese Übergangsphase meistert, könnte die gesamte NFC North-Saison prägen.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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