Lamar Jackson: Zay Flowers' Wert ist außerirdisch
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Lamar Jackson: Zay Flowers' Wert ist außerirdisch

Lamar Jackson ließ sich nicht lange bitten. Als man den Ravens-Quarterback am letzten Tag des Minicamps fragte, wie wertvoll Zay Flowers für Baltimore ist, kam die Antwort prompt und eindeutig: "We love Zay. We need Zay. His value is out of this world."

Dass Jackson so energisch reagierte, ist kein Zufall. Flowers trägt die Ravens-Offense auf seinen Schultern. In der vergangenen Saison waren seine 1.211 Receiving Yards für 36,9 Prozent aller Passing Yards Baltimores verantwortlich, der zweithöchste Anteil in der gesamten NFL nach Jaxon Smith-Njigba von den Seattle Seahawks, der 44,1 Prozent erreichte. Mit 26 Jahren im September ist Flowers im besten Alter und steht vor einer Vertragsverlängerung. Das Timing ist kritisch: Smith-Njigba sicherte sich gerade 42,15 Millionen Dollar pro Jahr bei Seattle, Drake London unterschrieb bei Atlanta für 35,26 Millionen Dollar jährlich. Die Ravens hielten sich einen Spielraum, indem sie Flowers' fünfte Vertragsoption im April ausübten. Das kostet sie 27,298 Millionen Dollar im Jahr 2027, auf dem heutigen Markt ein echtes Schnäppchen.

Doch es gibt einen Haken, den Kritiker nicht müde werden zu erwähnen: Flowers sieht nicht wie der klassische Top-Receiver aus. Bei 1,73 Meter Körpergröße und 83 Kilogramm Gewicht war er genug fragwürdig, dass ihn die Ravens erst mit Pick 22 im Draft 2023 holten. Als Jackson im Minicamp nach diesem Debatte gefragt wurde, zuckte er verärgert zusammen. "Zay Flowers ist ein 1.000-Yard-Receiver in der NFL aus einem Grund", sagte er und beendete damit das Thema.

General Manager Eric DeCosta signalisierte bereits Entgegenkommen. Flowers sei ein Leader mit großem Arbeitsethos, sagte DeCosta und versprach: "The goal would be to get a long-term deal with him if we can. And I fully expect we will." Die Ravens haben eine Erfolgsbilanz darin, ihre First-Round-Picks zu belohnen, die Erwartungen übererfüllen. Kyle Hamilton wurde nach Ausübung seiner Option schnell zum höchstbezahlten Safety der Liga gemacht. Ein ähnlicher Zeitplan für Flowers ist denkbar.

Flowers selbst wirkt entspannt. "I want to be here. I would love to finish my career here", sagte er. Seine Fokussierung ist klar definiert: nicht auf anderen Verträge starren, sondern täglich trainieren und sich selbst beweisen. Unter den Profis aus dem Draft 2023 rangiert Flowers beeindruckend: Smith-Njigba hat 3.551 Yards in drei Jahren, Puka Nacua von den Rams 4.191 Yards, Flowers 3.128 Yards. Der Abstand ist überschaubar. Flowers ist der einzige Receiver in der Ravens-Geschichte, der ins Pro Bowl gewählt wurde.

Für deutsche Ravens-Fans ist das Gute-Nachrichten-Szenario das Wahrscheinlichere: Jackson und DeCosta kommunizieren deutlich, dass Flowers zum Kern des Teams gehört. Ein Abgang ist unwahrscheinlich. In Fantasy-Drafts sollte Flowers weiterhin als Top-12-Receiver eingeplant werden, die Workload dürfte stabil bleiben. Die Frage ist nicht ob, sondern wann Baltimore und Flowers sich auf eine Verlängerung einigen. Dann wird die Debatte um seinen "klassischen" Wideout-Body endgültig irrelevant.

Originalquelle: ESPN / NFLOriginal lesen →
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