Die NFL hat ihr überarbeitetes Accelerator-Programm wiederbelebt. Das Programm, das 2022 gegründet wurde um mehr Vielfalt in Führungspositionen zu bringen, hatte 2025 pausiert und kehrt nun zu den NFL-Owners-Meetings in Orlando, Florida zurück. Insgesamt 34 Kandidaten nehmen teil: 16 Trainer und 18 Manager auf Senior-Level, die als zukünftige Head Coaches oder General Managers in Frage kommen.
Auf der Liste steht auch Mike McDaniel, der aktuelle Offensive Coordinator der Los Angeles Chargers. McDaniel trainierte die Miami Dolphins von 2022 bis 2025 und gilt als einer der herausragenden Namen in diesem Jahr. Das Programm konzentriert sich stärker auf etablierte Führungskräfte als früher. Drei Jahre ago waren noch 40 Trainer dabei, jetzt sind es deutlich weniger.
Unter den Coaching-Kandidaten befinden sich bekannte Namen wie Eric Bieniemy von den Kansas City Chiefs, Nate Scheelhaase von den Los Angeles Rams und Mike Kafka von den Detroit Lions. Alle drei haben in den vergangenen Jahren mehrfach Head-Coaching-Interviews absolviert. Grant Udinski (Jacksonville Jaguars), Aden Durde (Seattle Seahawks), Jeff Ulbrich (Atlanta Falcons), Josh McCown (Minnesota Vikings) und Darren Rizzi (Denver Broncos) sind ebenfalls dabei.
Auf der Executive-Seite haben Kandidaten wie Glenn Cook und Catherine Hickman von den Cleveland Browns, Brandon Brown von den New York Giants sowie Mike Greenberg von den Tampa Bay Buccaneers alle regelmäßig GM-Interview-Erfahrung. Fünf Assistant General Manager wurden von den Minnesota Vikings angefordert, um sich für deren freie GM-Position zu interviewen: Terrance Gray (Buffalo Bills), Nolan Teasley (Seattle Seahawks), John McKay (Los Angeles Rams), R.J. Gillen (San Francisco 49ers) und Chad Alexander (Chargers). Alexander hat sein Interview mit Minnesota abgelehnt, um sich auf die Chargers-Saison 2026 zu konzentrieren.
Die NFL hatte über 60 Nominierungen von einer Auswahlkommission erhalten, bevor die endgültige Liste finalisiert wurde. McDaniel könnte nächste Woche einen Terminkonflikt haben, steht aber auf der Liste und die NFL arbeitet daran, ihn zur Teilnahme zu bewegen.
Ballports-Take: McDaniel als Accelerator-Teilnehmer unterstreicht, dass er trotz seiner Entlassung in Miami weiterhin als Top-Kandidat für Head-Coach-Jobs gilt. Die Chargers profitieren davon, dass ihr OC im Gespräch bleibt, denn es signalisiert, dass ihre Offensive in guter Hand ist. Für deutsche Fans interessant: Die Chargers treten 2026 möglicherweise in München an, und eine Offensive unter McDaniels Regie könnte offensiven Football auf höchstem Niveau zeigen. Auch Chad Alexanders Verzicht auf das Minnesota-Interview deutet darauf hin, dass die Chargers-Organisation an Stabilität arbeitet und keine Schlüsselpositionen verlieren will.