Stevens erklärt Celtics den schwierigen Brown-Trade
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Stevens erklärt Celtics den schwierigen Brown-Trade

Brad Stevens hat sich Montag hingestellt und die Boston Celtics-Fans mit einer unbequemen Wahrheit konfrontiert: Der Trade von Jaylen Brown zu den Philadelphia 76ers war notwendig, weil der bisherige Weg nicht funktionieren würde. Der Präsident für Basketball Operations und Besitzer Bill Chisholm erklärten vor der Presse, warum die Celtics ihren Finals-MVP und fünfmaligen All-Star für Paul George, zwei First-Round Picks (2028 und 2031) sowie zwei Second-Round Picks (2028 und 2030) abgegeben haben.

Stevens war offen über sein Denken. "Wenn ich auf unser Team schaue und wo die Liga hingeht, dann war der Weg für mich ein bisschen herausfordernder geworden", sagte er. Das Problem war strukturell: Zu viel Gewicht auf zu wenigen Schultern. "Wir hatten 70 Prozent unserer Cap und einen enormen Anteil der Spielzüge an zwei Spieler gebunden." Diese Konzentration auf Brown und Jayson Tatum schien Stevens zufolge nicht nachhaltig genug für ein Championship-Team.

Das Argument der Celtics: Im modernen NBA braucht man Tiefe, die von überall kommen kann. Die letzten Champions hätten das vorgemacht. Brown selbst hatte gerade eine starke Saison hinter sich. Er schaffte es mit 28,7 Punkten pro Spiel auf Platz sechs in der MVP-Abstimmung und half den Celtics über die Wasser, während Tatum eine zerrissene Achillessehne auskurierte. Brown wurde 2016 an dritter Stelle gedraftet, wuchs als Celtics-Homegrown-Talent auf und führte das Team 2024 zum Title. Ein Finals MVP mit fünf All-Star-Auszeichnungen ist nicht einfach weg zu ersetzen.

Der Weg zum Trade war chaotisch. Zuerst versuchten die Celtics, Brown gegen Giannis Antetokounmpo zu tauschen. Das scheiterte, weil die Milwaukee Bucks Giannis zur Miami Heat schickten. Am Ende landete Brown bei Division-Rivale Philadelphia, jenem Team, das Boston gerade erst 4-3 in der ersten Playoff-Runde geschlagen hatte.

Stevens verteidigte Paul George, den neuen 36-Jährigen an der Seite von Tatum. "Paul ist ein richtig guter Spieler", sagte Stevens. "Wir haben gerade erst gegen Philadelphia gespielt und gesehen, wie Paul Viertel oder Hälften tragen kann, aber auch auf beiden Seiten auf höchstem Niveau eine komplementäre Rolle spielt." George hat zwei Jahre Vertrag, einer weniger als Brown.

Beim Thema Geld war Chisholm unmissverständlich. Nein, das war kein Cap-Trade. "Absolut nicht. Das war alles ums Gewinnen. Wir vertrauen unserem Prozess. Wir haben das beste Front Office in der NBA, und sie haben ihre Hausaufgaben gemacht und sind zu der Schlussfolgerung gekommen, dass das der beste Weg ist, um zu gewinnen."

Für deutsche Fans mit NBA-Interest ist diese Geschichte ein Blick hinter die Kulissen, wie Top-Teams taktieren. Brown war für Europäer ein sympathischer, konstanter Player mit All-Star-Niveau. Sein Trade zeigt, dass selbst Finals-MVPs keine heilige Kuh sind, wenn die Mathematik nicht aufgeht. Stevens und die Celtics wetten darauf, dass Tiefe plus Tatum plus George besser sind als Tatum plus Brown. Das ist mutig, und ob es aufgeht, werden die nächsten Playoffs zeigen. Für Fantasy-Spieler: George könnte mit massiv mehr Touches arbeiten, Brown bekommt in Philadelphia neue Rollen. Beide könnten profitieren oder leiden, je nachdem wie Philadelphia und Boston die Rotation gestalten.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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