Wembanyama rettet Spurs-Saison, Knicks-Serie gerissen
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Wembanyama rettet Spurs-Saison, Knicks-Serie gerissen

Victor Wembanyama hat sein erstes NBA-Finals-Spiel gewonnen und die New York Knicks müssen sich plötzlich warm anziehen. Der 2,24 Meter große Forward der San Antonio Spurs erzielte 32 Punkte, holte acht Rebounds und verteilte sechs Assists beim 115:111-Sieg am Montagabend. Mit diesem Erfolg verkürzten die Spurs die Serie auf 2:1 und unterbrachen gleichzeitig eine beeindruckende Serie der Knicks.

New York hatte 13 Spiele in Folge gewonnen, die zweitlängste Serie in der NBA-Playoff-Geschichte. Diese Serie endete nun in der Madison Square Garden vor einer Kulisse, die auch Präsident Donald Trump umfasste. Die Knicks hatten ihre letzte Niederlage am 23. April gegen die Atlanta Hawks erlitten und seitdem jeden Gegner dominiert. Sie schlugen Atlanta ab, fegten Philadelphia und Cleveland vom Platz und gewannen die ersten zwei Spiele gegen San Antonio. In New York war daraufhin Ausnahmezustand ausgebrochen, überall hörte man "Knicks In Four" als Gruß, die Ticketpreise schossen in unvorstellbare Höhen.

Wembanyama zeigte von Anfang an, warum die Spurs noch nicht geschlagen sind. Er warf die ersten zwei Punkte mit Dunks, San Antonio machte neun der ersten elf Würfe und führte nach dem ersten Viertel 33:22. Wembanyama selbst spielte eine präzise Partie und machte wenig Fehler, nachdem er in Spiel 2 mit einem späten Turnover die Niederlage mitverursacht hatte. Im vierten Viertel erzielte er zehn Punkte und half der Mannschaft, einen Vorsprung zu erarbeiten, den die Knicks nicht mehr aufholten. Stephon Castle trug mit 23 Punkten bei, De'Aaron Fox traf wichtige Würfe in der Schlussphase.

Für die Knicks blieben Jalen Brunson und OG Anunoby mit je 32 respektive 28 Punkten trotzdem ohne Erfolg. Knicks-Coach Mike Brown beklagte die Freiwurfquote nach dem Spiel. Die Spurs erhielten in der zweiten Halbzeit 24 Freiwurfversuche, die Knicks nur acht. "Es ist eine Best-of-Seven-Serie aus gutem Grund", sagte Brown. "Sie sind eine großartige Mannschaft, gut trainiert, mit einem ikonischen Spieler. Das wird nicht einfach."

Wembanyama war nach dem Spiel stolz auf die Reaktion seines Teams. "Zu Hause fühlt sich das an wie sechs gegen fünf. Hier fühlt sich das an wie fünf gegen sechs. Das zeigt, woraus Teams gemacht sind", sagte der 20-Jährige. Die Spurs vermeiden damit, einen 0:3-Rückstand zu kassieren, aus dem sich kein NBA-Team je zurückgekämpft hat. Spiele-Coach Mitch Johnson beschrieb Wembanyamas Auftritt als erwartet stark. "Ich bin sicher, Victor hat zahlreiche Motivationsquellen. Ich glaube, keiner von uns ist überrascht oder erwartet etwas anderes als eine starke Leistung."

Das Spiel fand vor einem ausverkauften Haus statt, in dem die Sicherheitsmaßnahmen zu langen Warteschlangen führten. Manche Fans hatten fünfstellige Summen für die Tickets gezahlt und konnten das erste NBA-Finals-Spiel der Knicks in der Madison Square Garden seit 1999 sehen. Nun geht die Serie am Mittwoch weiter, mit Spiel 5 am Samstag in San Antonio geplant. Die Spurs versuchen historisch, als erstes Team nach zwei Heimniederlagen zu Beginn zurück in die Serie zu kommen.

Der Auftritt Wembanyamas wird in Europa aufhorchen lassen, besonders in Deutschland, wo französische Spieler mit NBA-Erfolg große Aufmerksamkeit bekommen. Mit nur 20 Jahren zeigt der Spurs-Forward eine Ruhe und Vielseitigkeit, die in der Finals-Atmosphäre seinesgleichen sucht. Sein Spiel hat nichts von Rookie-Fehlern, sondern wirkt ausgereift. Deutsche und europäische Basketball-Fans sollten diesen Namen merken, Wembanyama wird in den kommenden Jahren regelmäßig in den Finals zu sehen sein. Die Frage ist jetzt nicht, ob San Antonio zurückkommt, sondern wie nah sie an die Meisterschaft herankommen.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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