Die Los Angeles Sparks haben ihre Negativserie beendet. Mit einem 89:72-Erfolg über die Portland Fire am Sonntag schnappten sich die Sparks ihren ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge. Nneka Ogwumike war dabei die Führungspielerin mit 20 Punkten und einer saisonalen Bestmarke von 17 Rebounds. Es war bereits ihr drittes aufeinanderfolgendes Double-Double, insgesamt das fünfte der Saison. Dearica Hamby trug 22 Punkte und 12 Rebounds bei und war damit ebenfalls im Double-Double-Bereich. Kelsey Plum rundete die Sparks-Leistung mit 16 Punkten, sieben Assists, fünf Rebounds und drei Steals ab. Rae Burrell kam noch auf 10 Punkte.
Die Sparks kontrollierten das Spiel vor allem im dritten Viertel, als Portland kollabierte. Die Fire schafften nur 12 Punkte in diesem Abschnitt, während Los Angeles 23 erzielte, wodurch die Sparks eine Führung von 64:55 aufbauten. Plum war zentral für diese Phase, holte sich neun Punkte und zwei Assists. Hamby steuerte sieben Punkte bei. Ein entscheidender Moment kam, als Plum Carla Leite den Ball stahl, ihn zu Hamby spielte, die per Fast-Break-Layup erhöhte und den Sparks einen 18-Punkte-Vorsprung mit noch 6:07 Minuten auf der Uhr bescherte. Portland konnte diese Aufgabe nicht verkürzen.
Für die Fire war es ein desaströser Auftritt von der Dreierlinie. Sie schafften nur 3 von 28 Dreierversuche, was einer Quote von 10,7 Prozent entsprach - Saisontiefstand. Megan Gustafson versuchte die Fire mit 16 Punkten und einem saisonalen High von 12 Rebounds zu tragen, holte sich damit ihr erstes Double-Double seit 2023. Carla Leite und Emily Engstler kamen je auf 10 Punkte, mehr Unterstützung bekamen sie aber nicht. Portland leistete sich auch zu viele Ballverluste, insgesamt 15 Turnover, sechs davon führten zu Steals für Los Angeles.
Für die Sparks ist dieser Sieg unter defensiven Gesichtspunkten besonders wertvoll. Das Team erlaubte nur 72 Punkte, was ihre beste Saisonleistung darstellt. Zuvor waren die Sparks mit 93 Punkten pro Spiel die schwächste Abwehr der gesamten WNBA. Portland dagegen verlor nun zum dritten Mal in Folge und steht mit einer Serie von vier Niederlagen aus den letzten fünf Spielen unter Druck.
Die Sparks (5-6) haben mit diesem Erfolg ihr Abwehrproblem zumindest für einen Abend gelöst und können jetzt hoffen, dass dies ein Wendepunkt wird. Die Fire (6-7) müssen dringend die Effizienz von außen verbessern, wenn sie die Spielzeit noch für sich entscheiden wollen. Für deutsche Fans, die WNBA-Basketball verfolgen, zeigt sich hier die Bedeutung von konsistenter Abwehr und Rebound-Dominanz: Die Sparks nutzten ihre physische Präsenz unter dem Brett aus und neutralisierten damit die offensive Flexibilität Portlands. Ogwumikes und Hambys Leistung demonstriert, dass Centers, die beiden Enden des Courts beeinflussen können, auch in modernen Offensiven zentral bleiben.