Citron trifft zum Buzzer, Betts glänzt beim Mystics-Sieg gegen Toronto
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Citron trifft zum Buzzer, Betts glänzt beim Mystics-Sieg gegen Toronto

Washington hatte sich bereits abgeschrieben, da machte Sonia Citron in der letzten Sekunde den entscheidenden Jumper: Die Washington Mystics gewannen am Freitagabend gegen die Toronto Tempo 86-85. Citron steuerte 17 Punkte bei, doch die größere Geschichte war Lauren Betts. Die Rookie, die als vierte Gesamtwahl im Draft geholt wurde, spielte 21 Minuten und erzielte 18 Punkte bei bemerkenswerten 8 von 9 Würfen aus dem Feld. Sie sprang für die verletzte Kiki Iriafen ein, die ein Sprunggelenk-Problem auskuriert.

Betts legte einen Inside-Basket hin und brachte die Mystics mit 3:21 auf der Uhr zu einer 14-Punkte-Führung. Doch Marina Mabrey der Tempo war bereit. In weniger als 90 Sekunden warf Mabrey drei Dreier und drei Freiwürfe und verwandelte das Spiel in einen Thriller. Sie machte sogar ein Four-Point-Play, einen harten Fouls beim Dreier-Versuch, und schoss einen Pull-Up-3-Pointer zum 84-83-Führung mit 31,6 Sekunden übrig. Brittney Sykes antwortete mit einem Driving Layup 20 Sekunden später. Danach bekam Betts unter dem Korb tiefe Position, wurde aber mit 2,1 Sekunden gebunden. Sie tipte den folgenden Jump Ball zur Citron, die ihre Fadeaway zum Sieg über die Zeit schob.

Michael Onyenwere trug 17 Punkte für die Mystics (5-6) bei. Shakira Austin hatte 12 Punkte und 11 Rebounds für ihren fünften Double-Double der Saison, leistete sich aber auch neun Ballverluste, die meisten in einem WNBA-Spiel in dieser Saison. Washington insgesamt 22 Ballverluste und traf nur 2 von 18 Dreipunktwürfen. Mabrey erzielte 27 Punkte für die Tempo (7-6), davon 18 im vierten Viertel. Sie ist jetzt auf Platz 23 der WNBA-Geschichte mit 473 Dreipunktern, vorbei an Shekinna Stricklen mit 468. Die Expansion Tempo klauten 18 Mal, die meisten in einer WNBA-Partie seit 2025, als Seattle 20 Steals hatte.

Für deutsche Basketball-Fans ist die Story vor allem wegen Lauren Betts relevant: Eine deutsche Scouts und Trainer kennen sie vom Jahrgangswechsel. Betts zeigt als junge Kraft in der besten Liga Europas, dass Offensive Rebounding und Ruhe unter Druck auch auf höchstem Level funktionieren. Ihr Schießprozentsatz ist bemerkenswert für eine Rookies, die in der WNBA noch ihre Beine sucht. Wer Mystics in der kommenden Saison verfolgt, sollte Betts auf dem Zettel haben: Sie könnte schneller ein Stammspieler werden als viele erwarten.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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