Die Big3, die 3-gegen-3-Basketballliga von Rapper Ice Cube, wird in diesem Jahr an die Börse gehen. Das Unternehmen gab am Freitag bekannt, dass es sich mit Graf Global Corp. geeinigt hat, einer börsennotierten Special Purpose Acquisition Company (SPAC). Der Deal ermöglicht es Fans erstmals, Anteile an der Liga zu kaufen. Das Ziel: Im vierten Quartal 2026 soll die Big3 unter dem Tickersymbol TONT an einer großen Börse gehandelt werden. Das Kürzel steht für 3-on-3 Basketball.
Ice Cube begründet den Schritt gegenüber Bloomberg so: Bislang hätten Fans keine Möglichkeit, an der Wertsteigerung teilzuhaben. Sie könnten nur durch Siege ihrer Teams gewinnen. Eine Börsennotierung ändere das fundamental. Wer die Liga erfolgreich machen will, braucht die Unterstützung der Community. Die Öffnung des Kapitalmarkts sei daher die logische Konsequenz dieser Philosophie.
Zum Vergleich: Die meisten großen Sportligen sind nicht börsennotiert. Eine Ausnahme ist TKO, der Mutterkonzern von UFC und WWE, der seit September 2023 an der Börse gehandelt wird. Die Big3 startet ihre neunte Saison nächste Woche in Los Angeles. Das Finalspiel der Liga findet am 22. August in Charlotte, North Carolina statt.
Die Big3 war lange Zeit ein Nischenprojekt im Basketball. Mit dem Börsengang positioniert sich die Liga nun als ein ernstes Geschäftsmodell, das Investoren und Fans direkt beteiligt. Für deutsche Basketball-Enthusiasten könnte das bedeuten, dass die 3-gegen-3-Variante künftig stärker in den Fokus rückt, zumal der Weg an die Börse zeigt, wie etabliert das Format mittlerweile ist. Ob sich die Bewertung von 290 Millionen Dollar halten lässt, wird stark davon abhängen, wie attraktiv die Liga für Zuschauer und Sponsoren bleibt.