Wilson dreht gegen Connecticut auf und schießt die Aces davon
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Wilson dreht gegen Connecticut auf und schießt die Aces davon

A'ja Wilson hat am Freitag in Uncasville eine Gala-Vorstellung abgeliefert. Die Las Vegas Aces schlugen die dezimierte Connecticut Sun mit 101:94 und fuhren damit ihren dritten Sieg in Folge ein. Wilson erzielte 45 Punkte und war dabei praktisch nicht zu verteidigen: Sie traf 15 von 18 Feldwürfen und verwandelte alle 13 ihrer Freiwurfversuche. Das war bereits ihr fünftes Spiel in der WNBA-Geschichte mit mindestens 40 Punkten, mehr als jede andere Spielerin jemals erreichte. Noch beeindruckender ist ein anderer Rekord: Wilson ist die einzige WNBA-Spielerin überhaupt, die 45 oder mehr Punkte bei einer Feldwurfquote von mindestens 80 Prozent erzielt hat.

Die Connecticut Sun hielten lange Zeit mit. Mit knapp vier Minuten verbleibend im dritten Viertel lag die Sun noch mit 69:56 zurück, doch Saniya Rivers brachte Connecticut mit zwei 3-Pointern hintereinander auf 72:70 heran. Dann aber übernahm Wilson das Spiel. Nach einer Auszeit traf sie einen 3-Pointer, verwandelte unmittelbar danach ein And-One-Spiel zum 78:70 und setzte damit eine Serie von 16:4-Punkten über die Viertelpausen hinweg in Gang. Das sollte Connecticut nicht mehr einholen.

Für die Aces war es eine starke Reaktion auf die Niederlage zum Saisonauftakt gegen Phoenix. Mit Chennedy Carter, die 18 Punkte beisteuerte, haben sie einen wichtigen Verstärkungszuwachs erhalten. Carter ist in diesem Jahr neu in die Liga zurückgekehrt, nachdem sie in der vergangenen Saison bei keinem Team unterschrieben hatte und stattdessen im Ausland spielte. In ihren bisherigen Einsätzen kommt sie auf durchschnittlich 19,7 Punkte bei nur 21 Minuten Spielzeit und einer Quote von 73 Prozent aus dem Feld.

Für Connecticut war es bereits die vierte Niederlage ohne Sieg. Die Sun kämpften nicht nur gegen Wilson und die Aces an, sondern auch gegen eine dünne Besetzung. Brittney Griner fehlte zum zweiten Spiel in Folge mit einer Verletzung am linken Fuß. Olivia Nelson-Ododa, die sich am Mittwoch beim 98:69-Rückspiel gegen Las Vegas eine Knöchelverletzung zuzog, spielte erst gar nicht. Nelson-Ododa war im zweiten Viertel verletzt worden, spielte dann noch weiter, blieb aber am Freitag in der Kabine. Eine positive Nachricht gab es für Connecticut mit der Rückkehr von Aaliyah Edwards, die ihr Saisondebüt gab und vorher wegen einer Oberschenkelverletzung drei Spiele pausiert hatte. Edwards kam auf sechs Punkte in 17 Minuten. Hailey Van Lith war mit 17 Punkten beste Werferin der Sun.

Wilson dominierte bereits in der ersten Halbzeit. Sie erzielte 19 Punkte und traf sechs ihrer sieben Feldwurfversuche, davon alle fünf im ersten Viertel. Damit beschenkte sich Las Vegas selbst mit einer 54:44-Führung zur Pause.

Ballports-Take: Wilson auf diesem Level zu sehen ist jedes Mal ein Reminder, warum die WNBA längst auf die Agenda europäischer Basketballfans gehört. Ein 45-Punkte-Spiel bei 83 Prozent Feldwurfquote ist auch in der NBA seltene Klasse. Für Fantasy-Interessierte gilt: Wilson ist konstant ein First-Round-Pick, und solche Nächte zeigen, warum. Die Aces haben nach einer holprigen Saisonstart die richtige Antwort gegeben. Mit Carter, die sich schnell ins Spiel einfügt, sieht Las Vegas gefährlich aus für die Playoffs.

Originalquelle: ESPN / NBAOriginal lesen →
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