A'ja Wilson hat die Las Vegas Aces mit einer überragenden Leistung zum 101-94-Sieg über die kurzbesetzten Connecticut Sun geführt. Wilson traf 15 von 18 Würfen aus dem Feld und verwandelte alle 13 Freiwürfe, die sie erhielt. Damit zeigte sie eine präzision, die die Sun defensiv nicht stoppen konnten. Für die Aces war es bereits der dritte Sieg in Folge nach dem Auftaktmatch gegen Phoenix.
Chennedy Carter trug mit 18 Punkten entscheidend zum Erfolg bei und demonstriert damit einen starken Saisonbeginn. Carter spielte in der vergangenen Saison nicht in der Liga, versuchte sich stattdessen international und ist nun beeindruckend zurückgekehrt. Vor diesem Spiel lag sie bei durchschnittlich 19,7 Punkten in 21 Minuten bei einer Feldquote von 73 Prozent.
Connecticut lag mit 69-56 kurz vor Ende des dritten Viertels weit zurück, doch Saniya Rivers brachte die Sun zurück ins Spiel. Mit zwei aufeinanderfolgenden Dreiern leitete Rivers einen 14-3-Lauf ein, der Connecticut auf 72-70 heranführte. Doch das war die letzte echte Hoffnung für die Sun. Wilson beseitigte alle Zweifel mit einem Dreier nach einem Timeout und folgte mit einem Three-Point-Play zum 78-70. Von da an dominierten die Aces mit einem 16-4-Lauf über die restlichen zwei Viertel.
Connecticut musste ohne Brittney Griner auskommen, die bereits zum zweiten Mal wegen einer Verletzung am linken Fuß fehlte. Auch Olivia Nelson-Ododa spielte nicht, nachdem sie sich bei der 98-69-Niederlage gegen Las Vegas am Mittwoch eine Verletzung am rechten Knöchel zugezogen hatte. Gute Nachrichten gab es mit der Rückkehr von Aaliyah Edwards, die nach drei Spiele Ausfall wegen einer Oberschenkelverletzung ihr Saisondebüt gab. Edwards kam auf sechs Punkte in 17 Minuten. Hailey Van Lith erzielte 17 Punkte für die Sun, reichte aber nicht aus, um die Niederlage abzuwenden.
Wilson dominierte bereits die erste Halbzeit, in der sie 19 Punkte erzielte. Sie traf sechs ihrer sieben Würfe, darunter alle fünf Versuche im ersten Viertel, und verschaffte den Aces eine komfortable 54-44-Führung zur Halbzeit.
Ballports-Take: A'ja Wilson bestätigt ihren Status als eine der gefährlichsten Offensiv-Spielerinnen der WNBA. Mit dieser Effizienz und Ruhe in Crunch-Time-Momenten ist sie genau der Typ Spieler, der Serien entscheidet. Für Fantasy-Basketball-Spieler im deutschsprachigen Raum ist Wilson ein absoluter First-Round-Pick, wenn die Chance besteht. Interessant auch: Chennedy Carter entwickelt sich schneller zurück auf Top-Niveau als erwartet. Das zeigt, dass eine Pause nicht automatisch den Karriere-Schwung bricht, wenn die Spielerin die richtige Mentalität mitbringt. Die Aces haben mit diesem Start ihre Ansprüche als Championteam unterstrichen.