Die New York Liberty kehren nach Portland zurück. Beim letzten Aufeinandertreffen gewannen die Portland Fire knapp mit 98:96, und Bridget Carleton war die überragende Spielerin an diesem Abend. Die Guard schoss 26 Punkte und trug damit maßgeblich zum Sieg bei.
Für New York wird es eine Reise an einen unbequemen Ort. Die Liberty haben auswärts Probleme, wie die Bilanz der vergangenen Saison zeigt: 10:12 in der Ferne. Dazu kommen personelle Ausfälle, die das Team schwächen. Sabrina Ionescu fehlt wegen einer Knöchelverletzung, Leonie Fiebich und Raquel Carrera sind für andere Gründe nicht einsatzbereit.
Portland wiederum befindet sich erst am Anfang seiner Franchise-Geschichte. Das Spiel am Donnerstag, 22 Uhr MEZ, ist erst das dritte Spiel in der Geschichte des Teams. Die Fire zeigten gegen die Liberty, dass sie in der Liga konkurrenzfähig sind. Mit Carleton haben sie eine Spielerin, die in entscheidenden Momenten zugreift. New York hingegen muss sich ohne mehrere wichtige Spielerinnen zurechtfinden. Portland-Center Teja Oblak fehlt allerdings auch, eine Oberschenkelverletzung zwingt ihn zum Zuschauen.
Die Statistiken aus der Vorsaison zeigen, dass New York beim Ball-Handling zu kämpfen hatte: durchschnittlich 12,9 Turnovers pro Spiel. Wenn Portland diesen Trend ausnutzt und wieder so konzentriert verteidigt wie beim 98:96-Sieg, können die Fire die junge Franchise-Geschichte mit einem weiteren Erfolg schreiben.
Ballports-Take: Für deutsche Basketball-Fans, die die WNBA verfolgen, ist das ein spannendes David-gegen-Goliath-Szenario. Portland als neues Franchise schlägt gegen die etablierte Liberty-Organisation – und zwar nicht knapp. Der Ausfall von Ionescu wiegt schwer, aber auch New York hat Potenzial. Carletons Performance zeigt, dass Portland sich nicht nur als Zuschauersport etabliert hat, sondern wirklich konkurrenzfähig ist. Wer die Liberty unterstützt, sollte hoffen, dass die Ausfälle schnell behoben werden.